Gesundheit als System

Gesund sein – das bedeutet für einige sich wohl zu fühlen, für andere nicht krank zu sein und für die Weltgesundheitsorganisation das:

„Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.“ (Wikipedia, 2007)

Sie sehen also, nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation sind viele Menschen nicht gesund! Grundsätzlich ist dies aber ein schönes Beispiel für die Gesundheit als System. Das Verbundsystem Gesundheit (Pape et al., 2001, S. 15) beschreibt das Zusammenwirken der vier Säulen der Gesundheit: psychische Gesundheit, soziale Gesundheit, existentielle Gesundheit und körperliche Gesundheit. Zusammenspiel bedeutet, dass eine Änderung in einem Bereich immer auch auf alle anderen wirkt.

Verbundsystem Gesundheit

Verbundsystem Gesundheit
(Grafik nach Pape et al., 2001, S. 15)

Damit das Modell greifbarer wird, nenne ich zu den Bereichen Stichpunkte, was damit gemeint ist:

  • psychische Gesundheit:
    positives Denken, Fühlen, Handeln, Entspannungstechniken, …
  • soziale Gesundheit:
    Beziehungen, Familie, Beruf, Umfeld, …
  • existentielle Gesundheit:
    Beantwortung der Sinnfrage des Seins und Tuns, Lebensziele, Gesundheitsziele, …
  • körperliche Gesundheit:
    Bewegung, Ernährung, Regeneration, …

Neben diesen Säulen bewegen wir uns ständig in Ordnungen, so herrscht eine Ordnung in der Familie, es herrscht eine Ordnung in der Firma, es herrscht eine Ordnung im Körper und es herrscht eine Ordnung in der Gesellschaft. Leben wir nun in Unordnung, dann gibt es im Körper Störsignale und wir werden krank – so sagt es dieses Modell.

Folgen für eine Verhaltensänderung

Der Großteil meiner Klienten will abspecken und arbeitet an einer Änderung des Verhaltens und da ist es wichtig, bei seinen Verhaltensänderungsideen an alle Säulen zu denken: beispielsweise kann es Probleme geben, wenn Sie sehr viele rigide Vorsätze haben, dass Sie dann auf kein Fest mehr gehen oder noch schlimmer, die anderen nicht mehr wollen, dass Sie dort aufschlagen. Das Modell kann also eine Warnung vor unbedachten und unangenehmen Überraschungen sein.

Selbstverständlich gibt es auch viele Änderungen, die aufs gesamte System positiv wirken, wie beispielsweise ein Kochkurs oder Sportkurs, da neben des Lernens einer Fähigkeit gleich neue Bekanntschaften gemacht werden. Als Gegensatz gibt es bei Ihnen bestimmt auch, wie bei jedem, einige Verhaltensweisen, die ihr komplettes System drosseln. Das Modell kann also einen Hinweis geben, wie Sie durch etwas “um die Ecke denken” in einem gewünschten Bereich Fortschritte machen oder einen Systembremsklotz identifizieren.

Quellen:
* Wikipedia-Eintrag “Gesundheit” (Stand 30.11.2007)
* D. Pape et al., “gesund, vital, schlank” Köln 2001, Nachdruck 2005, S.14ff.

Ein Kommentar »»

  1. Abnehmen, nur wie? | fitfuttern#

    Pingback – 10. Dezember 2007 – 12:20

    [...] Gesundheit als System [...]

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