Archiv von 'Dezember, 2007'

Frohe Weihnachten an alle Sportler, Esser und Verhaltensänderer

Diese drei Personengruppen machen wohl den Großteil der fitfuttern-Leser aus. Genießen Sie die Feiertage und tanken Sie auf! Der Akku für Erholung, Entspannung und eine angenehme Zeit mit Freunden und der Familie will gefüllt werden.

Weihnachtsbaum-Geschenk

Allen rund ums Ziel Gewichtsreduktion wünsche ich, dass sie ihre vorteilhaften Verhaltensweisen beibehalten und die Weihnachtsfeiertage zufrieden über die Bühne bekommen. Vielleicht klappt es ja sogar, sich dabei die ganze Zeit nicht mal dauernd gedanklich auf die “Finger hauen” zu müssen.

Kochen für Geeks

Einige werden dieses Buch bestimmt schon gesehen, gewundert, vielleicht auch geschmunzelt haben, wenn sie es im Buchladen in der EDV-Abteilung fanden. “Das Kochbuch für Geeks” von Mela Eckenfels und Petra Hildebrandt aus dem O’Reilly Verlag, der sich sonst mit seinen Kochbüchern vorwiegend Computerthemen widmet, ist aber ein wirkliches Kochbuch! Dabei versucht es dem Nerd oder Geek mit dessen vertrauter Sprache das Kochen näher zu bringen.

Kochbuch für Geeks Amazon

Kochbuch für Geeks bei Amazon, mit der Option das Inhaltsverzeichnis zu sehen

Was ist ein Geek?

Geeks sind computeraffine Menschen: Blogger, Systemadministratoren, Programmierer sind die Worte, die ich mit Geek/Nerd verbinde – in meinem Umfeld begegnet mir hin und wieder das Wort “Kellerhocker”. Meist ist ein Fingerzeig auf mich mit dabei – naja, ich habe das Buch in jedem Fall gekauft, gelesen und getestet.

Hm, kochen?! Uh, ja gut, aber aufwändig! Oder?

Zwischen Kochen wollen und der Tat liegen schon Welten und dass es dann noch zur Gewohnheit wird – das ist mit vielen Stolpersteinen verbunden. Zum einen muss das Wissen vorhanden sein, also das “Was tun” und “Wieso tun” muss klar sein; dann muss ich noch ausfindig machen “Wie das Kochen geht”, also die Fähigkeit entwickeln. Darüber hinaus fehlt dann noch das “Wollen”, also die ausreichende Motivation. Diese drei Bereiche müssen zusammen spielen, um am Ende bei der Gewohnheit “gesund und schmackhaft Kochen” anzukommen. Der Kochvorgang kann auch erst starten, wenn die passenden Zutaten vorhanden sind.

Eigenes Kochbuch für Geeks

Geeks sind genauso schlau oder dumm wie alle anderen – sie sind eben nur mit einigen logischen Abläufen und Begriffen aus dem IT-Bereich vertraut, arbeiten oft zeitlich befristet an einem Ort und sitzen oft vor dem Rechner. Ja, und einige haben bis jetzt kaum Erfahrung mit dem Kochtopf. Glasklar, diese Leute sollten auf deren Weise angesprochen werden!

Das Buch ist auf Grund der Sprache für den Geek sehr angenehm zu lesen. Des Weiteren fängt das Buch von Null an und holt somit auch Einsteiger bei den Grundlagen ab. Alles startet mit der Einrichtung der Küche, das beginnt mit der Minimaleinrichtung wie “Zaubern mit dem Wasserkocher” über die Schrankküche am Projekteinsatzort und endet an der Normaloküche im Familienhaushalt.

Bei den Rezepten gibt es für den Nerd wichtige Hinweise, welche Speisen beispielsweise “für den Einhandbetrieb” geeignet sind und was es denn sein muss, damit man beim Date nicht vollkommen untergeht. Hilfreich sind auch die Tipps zum systematischen Einkaufen, zur Resteverwertung und zum Vorkochen. Diese geschickte Prozedur schreit schon fast nach Automation und Algorithmus – vielleicht gibts ja in der kommenden Auflage gleich noch eine Software zum Buch dazu als Download.

“Die meisten Geeks bringen diese Phase [Phase nach dem Auszug bei den Eltern] mit dem bewährten Trial-and-Error-Verfahren hinter sich, das einem auch am Rechner oft gute Dienste leistet. Doch was soll man sagen? Ein abgestürzter Server oder ein geschrottenes Dateisystem sind bei weitem nicht so schauderhaft wie ein Koch-GAU.” (Eckenfels, 2007, S.55)

Weiterführende Links:
* Amazon-Seite zum Buch “Das Kochbuch für Geeks”

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Quellverweis:
* M. Eckenfels, P. Hildebrandt “Das Kochbuch für Geeks”, Köln 2007, S. 55

Protokollieren mit der Kalorientabelle FDDB

Das Protokollieren der Ernährung ist wichtig für den Berater und auch für den Klienten (siehe Beitrag “Wenn nur das Protokoll nicht wär…“). Eine Liste mit Lebensmittelnamen und Schätzmengen verschafft dem Laien oftmals aber nicht die nötige Klarheit über sein Treiben und somit fehlt also eine ausreichende Rückmeldung.

Fitfuttern-Partner FDDB.info schafft hier Abhilfe – auf Basis einer umfassenden Lebensmitteldatenbank werden mit ihren Angaben konkrete Zahlenwerte berechnet und anschaulich präsentiert. Sie besuchen also die Seite, erfassen die von Ihnen gesuchten Lebensmittel und erhalten eine Auswertung: wie viele Kalorien im Produkt sind und welche Zusammensetzung das Lebensmittel hat, also welchen Anteil an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett.

Mit einem kostenlosen Account, erhalten Sie noch einen Bericht über ihren Gewichtsverlauf und ihr Kalorienverbrauch wird zu ihrem vorher ermittelten Energieumsatz ins Verhältnis gesetzt. Dies führt zu aussagekräftigen Tages- und Wochenauswertungen.

Häufig gewählte Lebensmittel landen auf einer Favoritenliste und so ist das Notieren einer Mahlzeit komfortabel und schnell geschehen. Sie können Lebensmittel auch gruppieren – das macht bei Rezepten Sinn und so müssen Sie Mamas Apfelstrudel nur einmal zusammen suchen.

Auch ohne Account können Sie alle Funktionen der Kalorientabelle nutzen und die Nährwerte zu zahlreichen Produkten herausfinden. Einmal können Sie ein bestimmtes Produkt per Formular suchen oder manuell durch das Produktverzeichnis gondeln. Ist ein Produkt noch nicht enthalten, können Sie dies selbst in die Datenbank eintragen. Des Weiteren können Sie verschiedene Produkte miteinander vergleichen und so schon mal vor dem Wocheneinkauf etwas recherchieren.

Das sind aus meiner Sicht die Kernfunktionen der Lebensmitteldatenbank und Kalorientabelle. Es gibt noch ein paar Spielereien, die vermutlich seltener genutzt werden, wie das Hinzufügen von Lebensmitteln via Handy oder das FDDB-Widget für die Google Toolbar. Besonders hilfreich finde ich die kleine Notizbox ,die man zu jedem Tagesprotokoll ausfüllen kann, dort kann dann beispielsweise die Sportaktivität vermerkt werden.

Wenn es um das Bearbeiten eines Textfelds geht, möchte ich auf meinen Artikel bei DrWeb verweisen, wie man solche Textfelder mit seinem Wunscheditor in Kombination mit Firefox bearbeiten kann. Beispielsweise kann man sich dann bereits häufig genutzte Sport- und Ernährungsnotizen als Textbausteine abspeichern und spart bei langen Texten viel Zeit.

Hier noch einige Screenshots, die das oben Gesagte verdeutlichen. Wenn Sie die Datenbank nun selbst testen wollen, nichts wie rüber zu FDDB.info! Das Anlegen eines Kontos ist schnell passiert: Reiter “MeinFDDB” – “Account”, dann Emailadresse und Passwort angeben, Bestätigungsmail abwarten und los geht es.

FDDB Naviagtionsleiste

Navigationsleiste des fitfuttern-Partners FDDB.info;
über “Mein FDDB”  – “Account” kommen Sie zur kostenlosen Kontoanmeldung!

 

FDDB Produkteintrag

 

Maske zum Produkteintrag, falls Sie Lebensmittel in die Datenbank eintragen wollen.

 

Produktverzeichnis der Kalorientabelle FDDB.info

 

Ansicht des Produktverzeichnisses von FDDB.info; die Zahl in Klammern gibt die berechneten Lebensmittel an

 

 

FDDB Benutzerprofil

 

Ansicht des Profils mit Tagesbedarf und BMI nach der Kontoanmeldung

 

FDDB Merkzettel

 

FDDB-Merkzettel mit verzehrten Lebensmitteln, der Auswertung, einer kleinen Notiz und dem Vermerk, für ein vom Mobiltelefon hinzugefügten Kaffee

Abnehmen, nur wie?

Viele fragen sich, “wie nehme ich nur ab?” und suchen nach vielversprechenden Methoden – dann geht es ab in den Zeitschriften- oder Buchladen. Ich stelle Ihnen nun ein Konzept vor, welches wissenschaftlich untersucht wurde und mit oder ohne Beraterunterstützung möglich ist. Sie können es sowohl in der Gruppe, aber auch alleine durchziehen. Das Abspeck-Konzept der Deutschen Gesellschaft für Ernährung “Ich nehme ab” zum Preis von 35 Euro (Stand: 10.12.2007).

Ordner DGE Konzept Ich nehme ab

Bild des DGE-Ordners “Ich nehme ab”

Das Konzept besteht aus einem Ringordner mit rund 220 Blättern; 50 Seiten Einführungsinfos, 80 Seiten mit Erläuterungen zu den zwölf Projektschritten und Fragebögen. Dazu gibt es noch einen Rezeptteil mit 100 Seiten. 35 Euro klingt viel, aber Sie werden noch viel mehr investieren müssen, nämlich die Zeit, in der Sie sich mit den 12 Schritten auseinandersetzen.

Sofern Sie dann mit dem Konzept arbeiten, und den ein oder anderen Tipp heraus filtern, welcher Sie ihrem Ziel näher bringt, schafft das Konzept für Sie einen Wert. Die Gesamtsumme dieser Werte wird locker größer als 35 Euro sein. Natürlich, wenn Sie den Ordner im Schrank stehen haben, ist er verhältnismäßig teuer und bringt keinen Nutzen.

Das Konzept geht ganzheitlich ans Projekt Gewichtsreduktion heran, jede andere Herangehensweise ist zwar verführerisch, wird aber wohl ein Griff ins Klo. Die zahlreichen Fragebögen des Ordners liefern Ihnen selbst oder ihrem Berater einen guten Überblick, an welchen Schräubchen wohl am besten zu drehen ist.

Damit Sie einen Eindruck bekommen, liste ich nun stark verkürzt die 12 Konzeptschritte:

  1. “Ziele und Rahmen” – Ziele bestimmen, Ausgangssituation festhalten, mögliche Störfaktoren ausfindig machen
  2. “Ernährung beobachten” – Ernährungsprotokoll führen und Ist-Zustand festhalten
  3. “Bewegung und Trinken” – Bewegunsprotokoll führen und ggf. gleich optimieren
  4. “Auf der Suche nach dem Fett” – Essensauswahl und -zubereitung prüfen und ändern
  5. “Schlank und satt mit Gemüse und Obst” – Essensauswahl weiter verbessern
  6. “Dickmachenden Gewohnheiten entdecken” – Verhaltensweisen beobachten, notieren, darüber nachdenken und versuchen diese zu ändern
  7. “Entspannen statt Essen bei Stress, Kummer und Langeweile” – situationsbedingte Nahrungsaufnahme erkennen und Alternativen entwickeln
  8. “Krisen meistern” – vom Rückschritt zurück auf die angestrebte Spur
  9. “Nie mehr nie” – alles erlaubt, nur in Maßen
  10. “Positives Denken lernen” – sich selbst annehmen und seine guten Seiten entdecken
  11. “Sich gutes tun” – Belohnungen listen und hin und wieder einige davon einlösen
  12. “Ziel erreicht – was nun?” – Konzept beenden und vorwärts blicken.

Das Programm sollte in etwa drei oder mehr Monaten durchgezogen werden. Mit dem letzten Schritt endet das Konzept, allerdings sollten Sie dann ihre Verhaltensweisen beibehalten – schließlich ist dies der Schlüssel zum Erfolg.

Andererseits ist eine begrenzte Dauer sinnvoll und auch nötig, um seine angestrebten Ziele mit je einem Datum verknüpfen zu können. Idealerweise durchlaufen Sie das Programm in rund drei Monaten, stabilisieren ihr Verhalten und ihr Gewicht für ein halbes Jahr und starten dann wieder drei Monate lang durch – bis Sie ihr Wunschgewicht erreicht haben.

Sie können mich gerne anrufen oder einen Kommentar schreiben, falls Sie weitere Fragen zum Konzept haben. Meine Klienten mit dem Ziel Gewichtsreduktion setzen momentan vermehrt auf dieses Konzept und aus meinen bisherigen Erfahrungen denke ich, dass sie auf einem guten Weg sind.

Weiterführende Links:
* Focus Online – die 10 besten Diäten (Seite 5/11)
* Ernährungsumschau – Evaluation des DGE-Selbsthilfeprogramms “Ich nehme ab”
* Ciao.de – Erfahrungbericht einer mir unbekannten Nutzerin
* Kaufmöglichkeit DGE-Konzept “Ich nehme ab”

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