Rückenschmerzen – was man wissen sollte und dagegen tun kann!

“An etwas schwer zu tragen haben”, “buckeln müssen”, “etwas durchstehen müssen” – so ist der Rücken in unserer Alltagssprache. 70% der Deutschen haben einmal im Jahr Rückenschmerzen, 80% mindestens einmal im Leben. Wie entstehen Rückenschmerzen und wo findet man nützliche Informationen?

Initiative ergreifen und bei Schmerzen ab zum Arzt

Leider bin ich unter den 80% und seit diesem Vorfall achte ich mehr darauf, was meinem Rücken gut tut und was nicht. In meinem Umfeld fällt mir auf, dass Menschen sehr unterschiedlich mit ihrem Rückenleiden umgehen: Einige sehen es als Schicksal, andere ackern entschieden dagegen an, beispielsweise mit Entspannungstechniken und einer bewussten Selbstbeobachtung.

In jedem Fall sollten Sie bei auftretenden Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen. Der Körper nimmt den Schmerz wahr und bewertet diesen. Wiederholt sich das mehrmals, reagiert der Körper bereits bei einem kleineren Reiz genauso intensiv – es entsteht ein sogenanntes Schmerzgedächtnis und aus akuten Schmerzen können chronische werden! Die Entstehung eines solchen Schmerzgedächtnisses sollte folglich verhindert werden. Natürlich kann Ihnen der Arzt auch sagen, welche Behandlung für Sie geeignet ist. Rückenschmerzen sind keine Diagnose sondern ein Symptom.

Was ist da los im Rücken?

Unsere Wirbelsäule trägt unseren Kopf und in der Wirbelsäule befindet sich das Rückenmark. Im Rückenmark sind Nervenbahnen und Nervenzellen – diese transportieren die Infos zwischen Hirn und Muskeln hin und her. Werden Wirbel oder Nerven verschoben oder beschädigt, führt dies zu Schmerzen oder Funktionseinschränkungen.

Wirbelsäule Ausschnitt Hals  (Bandscheiben hervorgehoben)

Wir bewegen uns über den Tag und erfahren dadurch viele Stöße. Eigentlich müsste das mit Schmerzen einhergehen, da unsere Wirbelsäule ja ständig bewegt wird. Zum Schutz haben wir die Bandscheiben zwischen den Wirbeln, welche die Stöße abfedern, ähnlich eines Schwamms. Des Weiteren haben wir sehr viele Muskeln im Rückenbereich, die die Wirbelsäule und somit den ganzen Körper stützen.

Nach den obigen Hintergründen können mehrere Ursachen zu Rückenschmerzen führen, unter anderem sind dies:

  • eine extreme Verspannung der Muskulatur führt zu einem plötzlichen Schmerz – dem Hexenschuss.
  • die Bandscheibe hält dem Druck der Wirbelsäule nicht Stand und wird in Richtung Wirbelkanal weggedrängt, dabei drückt sie auf den Nerv – der Bandscheibenvorfall
  • das Wasser in den Bandscheiben, unsere Schwammkissen, wird mit fortschreitendem Alter nicht mehr so gut gespeichert, wir schrumpfen und die Pufferfuntion der Bandscheiben nimmt ab – der Altersverschleiß
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Lang anhaltende Muskelverspannungen, beispielsweise durch ungünstige Körperpositionen oder dadurch, dass die Muskulatur einen Teil der Wirbelsäule so stark wie möglich stützen muss.
  • Seelische Probleme wie Stress, Angst, Unzufriedenheit haben meist Einfluss auf unseren Hormonhaushalt und auf den Grad unserer Anspannung. Meist vergessen wir gerade in Stresssituationen unsere Vorsätze und fallen in alte ungewollte Verhaltensweisen zurück. Es macht also Sinn im Alltag bereits Entspannungstechniken zu lernen, und nicht erst in Stressphasen – versuchen Sie es doch mal mit Jacobson - eine halbe Stunde Meeresrauschen und entspannt im Bett liegen muss doch drei mal die Woche drin sein, oder?

Es folgen noch weiterführende Links, diese Materialien beinhalten auch Übungen – sprechen Sie in jedem Fall mit ihrem Arzt, denn die falschen Übungen oder eine fehlerhafte Ausführung können viel kaputt machen.

Weiterführende Links:
*GEK – Broschüre “Rücken” als PDF
* Patientenleitlinie – Rückenschmerzen

Ein Kommentar »»

  1. Thomas#

    Comment – 22. März 2008 – 19:54

    Hallo,
    interessanter Bericht. Oft ist es leider so, dass Pat. mit Rückenschmerzen in die Praxis kommen.Dort machen sie dann auch fleißig ihre Übungen. Wenn sie dann aber nach Hause gehen, sind alle Übungen vergessen. da wird sich vor den Fernseher gelümmelt oder am Computer gehockt. Das Problem ist meiner Meinung nach oft die fehlende Einsicht. So ein Programm zur Stärkung der Muskulatur wird dann zwei Wochen durchgezogen. Dann ist aber auch gut. Würden viel mehr Menschen sich einfach mal mehr bewegen und etwas für den Körper tun, dann könnten die Kassen Millionen sparen.
    ach ja nur mal kurz erwähnt. Bei einem Bandscheibenvorfall wir der Bandscheibenkern und nicht die Bandscheibe nach hinten Richtung Rückenmark verlagert.
    schöne Grüße Thomas

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