Vorsicht Dickmacher – die Fallen des Alltags!

“Die Dickmacher – und wie wir ihnen entkommen” hieß eine Sendung der Reihe Quarks und Co auf WDR. Der 40-minütige Videocast kann auf den Seiten des WDR abgerufen werden. Er geht auf die Dickmacher ein, denen wir im Alltag begegnen und meist unbemerkt auf sie hereinfallen.

80% der Diätversuche scheitern – obwohl die Formel ja so einfach ist: weniger essen, mehr bewegen und die Pfunde werden purzeln. Die Physiologie, Psychologie und die Lebenswelt machen uns da aber oft einen Strich durch die Rechnung.

Wir treffen jeden Tag rund 200 Entscheidungen, die sich auf unser Essverhalten beziehen, die meisten davon unbewusst. Also immer kurz hinterfragen, ob man aus Hunger isst, oder aus einer anderen Motivation heraus.

Die Portionsgrößen und die Präsentation beeinflussen die von uns verzehrte Menge: Beim Schokolinsenversuch aßen die Leute aus der Linsenschüssel mit zehnfarbigen recht bunt gemischten Linsen 77% mehr als aus der Schüssel mit sieben Farben. Essen wir aus einer großen Packung, essen wir mehr, obwohl wir glauben, dass die Packung keinen Einfluss hat und zwar 30% mehr. Auch bei großem Geschirr essen wir mehr, da die aufgelegten Portionen kleiner erscheinen. Vorsicht also vor den XXL-Packungen, auch wenn diese “günstig” erscheinen. Wir haben ja nicht das Problem hungern zu müssen.

Light-Produkte sind erst einmal eine feine Sache und nach einem Blick auf das Etikett kann man erkennen, ob und wieviel Kalorien man einspart. Eine hohe Energiedichte der Lebensmitteln ist häufig eine Alltagsfalle, also wenn das Volumen sehr gering ist, die Kalorienanzahl dafür aber sehr hoch. Leider greifen wir bei “Light”-Produkten mehr zu und somit ist die Einsparnis dahin. Beim Chips-Versuch aßen die Leute ein Drittel mehr, wenn es fettarme Chips waren.

Erwähnen muss man auch die Veranlagung, 5% der Übergewichtigen leiden an einem Gendefekt. Ein Gen was für die Funktion des Hormons Leptin wichtig ist, funktioniert nicht so wie es soll: Das Leptin wird von den Fettzellen gebildet und landet über das Blut im Hirn. Sind die Fettspeicher voll, meldet das Leptin, dass nichts mehr gegessen werden muss. Nun haben Betroffene zwar ausreichend Leptin, aber einen Schaden an den Rezeptoren und somit kommt die Nachricht “jetzt bist du aber satt” nicht an und der Betroffene hat ständig Hunger.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Formel, mehr Sport weniger essen bei den allerallermeisten funktionieren wird, die Lebenswelt des Klienten aber eine ganz wichtige Rolle spielt. Gerade bei der Vielzahl der (unbewusst getroffenen) Entscheidungen kann es sein, dass diese an einem anderen Ort anders ausfallen. Sport treibt man in der Kurklinik oder am See einfach lieber als im Stadtdschungel. Der Weg zum Training fällt ggf. viel leichter, wenn die Mannschaft um den Aufstieg mitspielt. Zu den unbewussten Änderungen kommt dann noch das Problem der Verhaltensänderung bei den Sachen, die man bewusst angehen will.

Trotzdem viel Erfolg und lassen Sie sich nicht demotivieren, Ernährung und Verhalten haben viel damit zu tun, dass Sie es einfach versuchen und stetig optimieren. Gehen Sie’s an!

Weiterführende Links:

* WDR Quarks und Co – die Dickmacher und wie wir ihnen entkommen

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