Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Abnehmtricks der Brigitte-Leser

Die Zeitschrift Brigitte befragte ihre Leser(innen) zu ihren Diätgewohnheiten und welche Taktiken besonders erfolgreich waren.

Brigitte bietet selbst auch eine Diät an, welche auf kalorienreduzierter Mischkost basiert. Dieser Diät bescheinigt Stiftung Warentest (Stiftung Warentest, 2003, S. 139f.) die zweithöchste mögliche Wertung, bemängelt aber, dass dort die Verhaltensänderung zu kurz kommt. Werfen wir also einen Blick, welche Tricks zum Abnehmen sich bei den Brigitte-Lesern durchgesetzt haben.

  1. Auslöser der aktuellen Diät?
    • Mann, nicht mehr passendes Kleid, stetige Erfolglosigkeit beim Shoppen
  2. Wie lange dauert die Diät schon?
    • Einige Tage bis einige Jahre.
  3. Wie viel soll weg, wieviel ist schon weg?
    • Ein oder zwei Kilo bis zu 50 Kilo.
  4. Was versprechen Sie sich nachdem die Pfunde weg sind?
    • Erscheinungsbild passt wieder zur Einstellung, mehr Erfolg, mehr Lust auf Sport, mehr Selbstbewusstsein nach erfolgreicher Diät.
  5. Womit belohnen Sie sich anstatt von Süßigkeiten?
    • Kleidung, Haarschnitt, Bad, Zeitschriften, edles Essen
  6. Wie werden Geschäftsessen und Parties gemeistert?
    • Langsam essen, eher Gemüse, nachher einen Spaziergang.
  7. Wie gleichen Sie kalorienreiche Ausrutscher aus?
    • Leichte sättigende Kost, viel Wasser, Hausputz, Stunde mit Hund.
  8. Treiben Sie Sport, wie viele Stunden pro Woche?
    • Via Rad zur Arbeit und auch Touren, Hund oder allein joggen, Tanzkurs.
  9. Was hat sich seit Beginn der Diät gebessert?
    • Ausgeglichener, fitter, lebensfreudiger, attraktiver, mehr Lust auf Sex und Flirts

Wichtig zu wissen ist, dass die Leser nicht unbedingt die Brigitte-Diät gemacht hatten und dass insgesamt 400 Leser die Fragen beantworteten. Allerdings filterte die Autorin des Brigitte-Artikels die Antworten und dann fasste ich den Artikel ebenfalls noch einmal zusammen. Des Weiteren sind bei den Leserantworten Tipps dabei, welche ich nicht gutheißen kann. Mögen sie für den ein oder anderen ein Ansporn oder eine Hilfe sein, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Weiterführende Links/Quellen:
* Stiftung Warentest. 2003. Schlank & fit. 80 Diäten im Vergleich. Berlin Econ Verlag. Link zum Buch

Jugend-Stadtmeisterschaften im Tennis in Bielefeld

Im Sportland-Dornberg fanden an den vergangenen zwei Wochenenden die Winter-Stadtmeisterschaften im Tennis für das Jahr 2008  statt. Die mir bekannten Vertreter des Tennisparks scheiterten alle im Viertelfinale. Glückwunsch an alle Teilnehmer und Sieger.

tennisball

Leider konnte ich selbst nur ein Match als Zuschauer beobachten.
Weiterführende Links:
* Ergebnislisten Stadtmeisterschaften Tennis Jugend 2008 (dort als PDF herunterladbar)

Ernährungsberatung in Bielefeld

Ernährungsberatung durch einen fachkundigen Berater in Bielefeld und anderswo ist qualitativ hochwertig, wird aber von den wenigsten genutzt, obwohl sehr viele beispielsweise an Übergewicht leiden. Viele würden sich das ein oder andere Speckröllchen wegwünschen und stecken den Kopf in einen Zeitschriftenartikel a la “10 Kilo weg in 3 Wochen – so geht’s!”.

Ernährungsberatung ist etwas Persönliches. Berater und Klient sprechen nicht nur über Ernährung, sondern zwangsläufig auch über deren Ansichten und Verhaltensweisen. Essen hat nicht immer etwas mit Hunger zu tun.

Neben dem Aufsuchen eines Beraters gibt es auch die Möglichkeit sich per Telefon, Email oder Chat beraten zu lassen. Letztlich führte ich meine Beratungen über das Telefon durch, da die von mir betreuten Klienten weit weg wohnten – das geht, aber im persönlichen Gespräch kann sowohl der Klient als auch der Berater aus einem viel größeren Pool aus nonverbalen Signalen schöpfen. Aus diesem Grund halte ich nicht viel von Email, oder Chat-Beratungen, es sollte soviel Stimme und Augenkontakt wie möglich sein.

Für die Beratung ist ein gewisses Maß an Vertrauen nötig und dies kann im persönlichem Gespräch schneller erreicht werden. Ernährungsberatung ist auf einige Sitzungen begrenzt, die bisherigen Sichtweisen und Gewohnheiten herrschen hingegen schon lange: es ist also wichtig, schnell herauszufinden, ob man mit dem Berater seine Probleme angehen will oder nicht. Da ich als Bayer nun seit einiger Zeit in Bielefeld wohne, kann ich bei einem Klienten aus Bielefeld direkt auf die vorhandenen Möglichkeiten vor Ort eingehen.

Ist der Klient beispielsweise auf der Suche nach einem passenden Sportangebot, um sein Ziel Gewichtsreduktion zu unterstützen, so kann ich ihm vorhandene Sportmöglichkeiten, beispielsweise Tennis im Tennispark Bielefeld oder einen Walking-Kurs rund um den Obersee in Bielefeld empfehlen – sofern der Klient will, laufe ich vielleicht auch selbst mit ihm um den See.

Grundsätzlich ist eine Ernährungsberatung dann sinnvoll, wenn Sie selbst glauben, alleine nicht mehr weiter zu kommen. Im Bereich Ernährung gibt es viele Angebote, welche einen schnellen Erfolg versprechen. Die Wissenschaft beißt sich allerdings die Zähne daran aus, wie man seine Ernährung umstellen kann und auf was es dabei ankommt – “grad mal so zwischendurch ein paar Kilo Fett in ein paar Tagen zu verbrennen ist leider nicht dabei”.

Die Krankenkassen bieten oftmals Zuschüsse für fachlich fundierte Programme, einige zahlen ihren Kurs sogar komplett, warum nicht einfach mal bei ihrer Krankenkasse oder ihrem Ernährungsberater in spe nachfragen, welche Möglichkeiten es gibt? – denn das Ziel ist für alle gleich: Ihnen beim Erreichen ihres Ziels zu helfen und so die Gesundheitskassen langfristig zu entlasten. Das Ziel einer “Schnellmal-10-Kiloweg-Kur” ist vermutlich anders.

Ist der Klient beispielsweise aus Bielefeld oder der Umgebung, dann kann ich die Ernährungsberatung persönlich machen – dies führt schneller zum nötigen Vertrauen zwischen dem Berater und dem Klienten, oder einer der beiden kommt zum Schluss die Beziehung zu beenden und man geht getrennte Wege. Also, vielleicht bis bald am Obersee in Bielefeld.

Obersee in Bielefeld

Frohe Weihnachten an alle Sportler, Esser und Verhaltensänderer

Diese drei Personengruppen machen wohl den Großteil der fitfuttern-Leser aus. Genießen Sie die Feiertage und tanken Sie auf! Der Akku für Erholung, Entspannung und eine angenehme Zeit mit Freunden und der Familie will gefüllt werden.

Weihnachtsbaum-Geschenk

Allen rund ums Ziel Gewichtsreduktion wünsche ich, dass sie ihre vorteilhaften Verhaltensweisen beibehalten und die Weihnachtsfeiertage zufrieden über die Bühne bekommen. Vielleicht klappt es ja sogar, sich dabei die ganze Zeit nicht mal dauernd gedanklich auf die “Finger hauen” zu müssen.

Warum Ernährungsberatung so schwierig ist!

Diabetes Typ 2 – noch wissen nicht alle, was das ist, das wird sich aber ändern! Die Zuckerkrankheit auf Grund von Übergewicht fordert unsere Gesundheitskassen heraus und die Maßnahmen zur Vorbeugung und Besserung der Situation scheitern. Was ist an Ernährungsberatung und Diabetes-Prävention so schwierig?

Kaffeetassemitemotion

Echt – was ist an Ernährung schwierig?

Ernährungsberatung ist vielschichtig, Essen ist mit Emotionen verbunden und sein eigenes Verhalten zu ändern ist ein Prozess mit Rückschritten, bei dem selbst mit Beraterunterstützung noch viel schiefgehen kann – das führt zu Frust bei allen Beteiligten.

Ein Teil der stark Übergewichtigten sucht nach gar keiner Problemlösung – einige davon, glauben, sie haben kein Gewichtsproblem oder gestehen es sich nicht ein. Diesen Teil erreichen die Programme zur Vorbeugung meist nicht.

Später, wenn die auftretenden Krankheiten mit Medikamenten behandelt werden müssen, kann es zwar sein, dass der Betroffene sein Problem erkennt oder eingesteht, allerdings meistert eine kleine Tablette oft bereits die unangenehmen Krankheitserscheinungen – das nachteilige Verhalten muss also nicht unbedingt geändert werden.

Neben dieser Gruppe gibt es natürlich auch noch viele Menschen, die eine Verhaltensänderung angehen wollen, es aber nicht schaffen. Die besten Vorsätze reichen oft nicht, denn wir kennen noch kein Patentrezept für eine Änderung unseres Essverhaltens.

Die Wissenschaft streitet noch darum, inwieweit der Mensch einen freien Willen hat. Sagen wir einfach mal, wir können unser Handeln selbst mitbestimmen! Auch dann haben wir noch das Problem, dass unser Körper sehr gut speichert, jedoch nur ungern an seine Reserven geht: ein gutes Beispiel hierfür ist der Jojo-Effekt.

Berater muss doch beraten können!

Okay, gehen wir zur Beratung eines willigen Klienten, der sein Gewicht mindern möchte – Normalgewicht ist nämlich die beste Vorsorge gegen Diabetes Typ 2! Es gibt mittlerweile fundierte Abspeck-Konzepte, diese Konzepte müssen aber auch im Alltag des Klienten anwendbar sein und angewandt werden. Dies erfordert Zeit und ausreichend Motivation.

Die freie Zeit erhält man durch eine geschickte Organisation, hier kann der Berater Tipps geben und ebenso die Motivation des Klienten durch geschickte Werkzeug- und Wortwahl fördern.

Auch beim Beraten gibt es kein Patentrezept, so ist es immer ein Balanceakt, wie man seine kommunikativen Fähigkeiten einsetzt, dass die Beziehung Klient und Berater möglichst fruchtbar verläuft. Beratung ist natürlich etwas Persönliches und so kann es passieren, dass man mit dem Gegenüber einfach nicht gemeinsam arbeiten will.

Ebenfalls können unterschiedliche Erwartungen ein Hindernis sein: der Klient sieht den Sinn in einer Maßnahme nicht und nimmt sich dann nicht die nötige Zeit für jene. Dies führt dann im Gegenzug vielleicht zum späteren Scheitern und beide stehen vor dem gemeinsamen Scherbenhaufen.

Egal wie gut die Sitzungen verlaufen, Rückschritte werden Teil des Verhaltensänderungsprozesses sein. Auch wenn man es alleine versucht, rechnen Sie damit und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, weiter an ihrem Verhalten zu arbeiten. Die Verhaltensänderung kann man somit als Spirale sehen, bestenfalls mit der Tendenz nach oben (siehe “Stufen der Verhaltensänderung“).

Obwohl es also keine Patentrezepte für die Funktionsweise Mensch, für den Beratungsprozess und auch für den Verhaltensänderungsprozess gibt, so macht es natürlich auch keinen Sinn einfach mal so drauf los eine Ernährungsberatung zu machen – viel sinniger ist da der Griff auf bereits erfolgreiche Methoden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Erfolg versprechen.

Bücher und Modelle die mein Tun als Ernährungsberater prägen sind beispielsweise “Beratung als Prozeß” von Sue Culley, “Getting things done” von David Allen und das “Stufenmodell der Veränderung” (TTM). Inhaltlich bei der Gewichtsreduktion finde ich das Konzept der Deutschen Gesellschaft für Ernährung “Ich nehme ab” sehr gut und im Bereich Sporternährung schlage ich oft im “Handbuch der Sportlerernährung” nach.

Weiterführende Links:
* Amazon; Sue Culley – “Beratung als Prozess”
* Amazon; David Allen – “Getting things done”
* Amazon; Michael Hamm, Kurt Geiss -”Handbuch der Sportlerernährung”
* Wikipedia; Stufenmodell der Verhaltensänderung
* DGE-Konzept “Ich nehme ab

Anmerkung zum Bild: © chrizzzy / PIXELIO

  • Hallo

    der fitfuttern-Blog ruht derzeit, dafür gibt es immer montags von 19 - 20.00 Uhr eine kostenlose Sprechstunde (Chat, Telefon) zu Sport und Ernährung. Ich berate Sie gern - mehr Infos?

  • Partnerprojekt