Archiv der Kategorie 'Ernährung'

Ernährung im Tennis – Artikel in ITF-Fachzeitschrift

Die International Tennis Federation gibt hin und wieder eine Fachzeitschrift für Tennistrainer als PDF kostenlos heraus. In der Ausgabe 44 widmet sich Page Love aus den USA den “Tennis Nutrition Facts” auf 3 Seiten. Ein Blick ins Magazin ist für jeden englischsprechenden Tennistrainer in jedem Fall interessant.

Den Artikel über Ernährung im Tennis halte ich für wenig wertvoll. Er kratzt zu sehr an der Oberfläche und ich bin ja der Meinung um den Erwerb von Grundkenntnissen rund um Sport, Ernährung und Stoffwechsel kommt man nicht drum herum, wenn man das System Sportler positiv beeinflussen will. Es kann aber auch gut sein, dass einer der Leser genau nach diesem Dreiseiter gesucht hat, daher lassen Sie sich von meiner Einschätzung nicht abschrecken und machen Sie sich ein eigenes Bild.

Diplomarbeit “Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Ernährungsberaterblogs”

“Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Ernährungsberaterblogs” lautet der Titel meiner Diplomarbeit. Die Arbeit umfasst samt Anhänge knapp 200 Seiten wurde mit 1,3 bewertet, ist farbig und “fitfuttern” bildet den Praxisteil der Arbeit. Wenn Sie die Arbeit als PDF möchten, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail oder nutzen das Kontaktformular. Die Arbeit gebe ich im Regelfall kostenlos weiter.

Interessant sollte die Arbeit für alle Ernährungsberater, (werdenden) Webworker, Blogger, WordPress-Nutzer, Suchmaschinenoptimierer, Gewichtsreduzierer und Berater sein. Am Ende warf ich einen Blick darauf, wie ein Laie den Weg von Null auf Blog wohl am geschicktesten meistert.

Das Inhaltsverzeichnis der Arbeit gibt Ihnen schnell Aufschluss, welche Gedanken ich mir gemacht habe. Als Blogprogramm wurde WordPress eingesetzt und meine Klienten wollten ihr Gewicht mindern. Ich untersuchte an welchen Stellen das Internet und Websites, in diesem Fall der Blog “fitfuttern”, beim Beratungsprozess hilft.

Die Seitenzahl (118+80) erscheint für eine Diplomarbeit sehr hoch, aber es gibt sogar noch Vieles, was gemacht werden musste und in der Arbeit nur kurz erwähnt wird, bspw. die Erstellung der Oberfläche (Theme) und die Gedanken zum Webdesign. Nur so war es möglich, folgendes Ergebnis zu erreichen:

  • Umsetzung des Blogs von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme (Erstellung von Lasten- und Pflichtenheft rund um die Themen Ziele, Zielgruppe, Infrastruktur, Webdesign, Blogstruktur, Bloginhalte, Blogauswertung)
  • Filtern und Umsetzen der für den Blog günstigen Maßnahmen (Anmeldung in Verzeichnissen, Schaffung von angrenzenden Maßnahmen (Nutzen der Bloginhalte in der Beratung, Aufbau von Vorträgen und Printmedien))
  • Betrieb des Blogs unter Berücksichtigung des Klienten- und Beraternutzens (Beratung der Klienten (Gewichtsreduktionsprogramm “Ich nehme ab”), Contenterstellung, Einrichtung eines Mitgliederbereichs für die Klienten, Suchmaschinenoptimierungskampagne)
  • Evaluation aller Maßnahmen (Klienten-, Expertenbefragung, Websiteanalyse)

Ich denke nach dieser Arbeit, dass Blogs und das Internet eine sehr wichtige Rolle in der (Ernährungs-)Beratung einnehmen werden. Wenn Sie Fragen zur Arbeit oder den obigen Themengebieten haben, kontaktieren Sie mich. Aktuell suche ich noch eine Arbeitsstelle und bin somit offen, Sie bei Ihrem Projekt oder Anliegen zu unterstützen.

Nochmals vielen Dank an alle, die einen Beitrag zur Arbeit leisteten, insbesondere die Experten, Klienten und Projektpartner, die mit ihren Rückmeldungen nicht geizten. Monika äußerte sich zu WordPress und zur Webentwicklung, Stephan als Berater und Experte für Selbst- und Zeitmanagement, Thomas als Projektpartner und Inhaber der Kalorientabelle FDDB.

Inhaltsverzeichnis der Diplomarbeit von Jochen Bauer, März 2008 “Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Ernährungsberaterblogs”:

Einleitung 8

1 Blog 11

1.1 Blogs – Definition, Einordnung und Abgrenzung 11

1.2 Einteilung von Blogs 12

1.3 Eigenschaften und Techniken von Blogprogrammen 13

1.3.1 Blog als Geflecht von Beiträgen, Kategorien und Seiten 13

1.3.2 Kommentare, Track- und Pingbacks als Möglichkeiten zur Diskussion 15

1.3.3 Nachrichten mittels Really Simple Syndication verfolgen 16

1.3.4 Beziehungen als Blogroll ausweisen 17

1.4 Ausmaße der Blogosphäre 19

1.5 Besonderheiten und Entwicklungen im Internet 22

1.5.1 Beschreibung des Long Tails 22

1.5.2 Wandel im Netz 24

1.6 Rechtliche Probleme und Kosten eines Blogs 25

2 Beratung als Prozess 27

2.1 Definition des Beratungsprozesses 27

2.2 Beschreibung des Modells der integrativen Beratung 28

2.2.1 Die Anfangsphase 28

2.2.2 Die Mittelphase 30

2.2.3 Das Ende des Prozesses 31

2.3 Konzept zur Klientenbetreuung 33

2.3.1 Beschreibung des Gesamtkonzepts 33

2.3.2 Aufbau des Programms „Ich nehme ab“ 34

2.4 Folgen und Möglichkeiten für einen Ernährungsberaterblog 36

3 Online-Marketing 38

3.1 Einordnung in den Marketing Mix 38

3.2 Internet- und Online-Marketing 39

3.3 Instrumente des Online-Marketings 39

3.4 Suchmaschinenoptimierung im Detail 42

3.4.1 Wirtschaftliche Relevanz von Suchmaschinen 42

3.4.2 Google als Maß aller Dinge 42

3.4.3 Gedanken zum Vorgehen: SEO-Strategie 44

3.4.4 Keywords recherchieren 45

3.4.5 Onsite-Optimierung 46

3.4.6 Offsite-Optimierung 55

4 Praxisbericht 58

4.1 Konzeption des Ernährungsberaterblogs 58

4.1.1 Lastenheft 58

4.1.2 Pflichtenheft 63

4.2 Aufbau des Blogs 73

4.2.1 Kernkomponenten und Umfeld bereitstellen 73

4.2.2 Entwicklung des Blogs 75

4.3 Blog strukturieren 79

4.3.1 Bildschirm einteilen 79

4.3.2 Gestaltung der Seiten 80

4.3.3 Struktur verleihen und Styleguide anlegen 82

4.4 Betrieb des Blogs 84

4.4.1 Grundsätzliche Überlegungen 84

4.4.2 Sinnvolle Tätigkeiten 90

4.4.3 Ausblick auf kommende Tätigkeiten 92

5 Diskussion 94

5.1 Rückblick zum Blogentwurf, -bau und -betrieb 94

5.2 Evaluation 97

5.3 Fazit 103

Schlussbemerkung 113

Inhaltsverzeichnis Anhang:

Anhang 1: „Gewichtsreduktionsprogramm zur Klientenbetreuung“

Anhang 2: „Dokumentation des Beratungsprozesses bei der Klientin Birgit“

Anhang 3: „Interviews“

Anhang 4: „Keywordrecherche zu „ernährungsberatung““

Anhang 5: „Handouts zu den Vorträgen“

Anhang 6: „Matrix zum Entwicklungsprozess“

Anhang 7: „Beitragsüberschriften im Beobachtungszeitraum“

Vorsicht Dickmacher – die Fallen des Alltags!

“Die Dickmacher – und wie wir ihnen entkommen” hieß eine Sendung der Reihe Quarks und Co auf WDR. Der 40-minütige Videocast kann auf den Seiten des WDR abgerufen werden. Er geht auf die Dickmacher ein, denen wir im Alltag begegnen und meist unbemerkt auf sie hereinfallen.

80% der Diätversuche scheitern – obwohl die Formel ja so einfach ist: weniger essen, mehr bewegen und die Pfunde werden purzeln. Die Physiologie, Psychologie und die Lebenswelt machen uns da aber oft einen Strich durch die Rechnung.

Wir treffen jeden Tag rund 200 Entscheidungen, die sich auf unser Essverhalten beziehen, die meisten davon unbewusst. Also immer kurz hinterfragen, ob man aus Hunger isst, oder aus einer anderen Motivation heraus.

Die Portionsgrößen und die Präsentation beeinflussen die von uns verzehrte Menge: Beim Schokolinsenversuch aßen die Leute aus der Linsenschüssel mit zehnfarbigen recht bunt gemischten Linsen 77% mehr als aus der Schüssel mit sieben Farben. Essen wir aus einer großen Packung, essen wir mehr, obwohl wir glauben, dass die Packung keinen Einfluss hat und zwar 30% mehr. Auch bei großem Geschirr essen wir mehr, da die aufgelegten Portionen kleiner erscheinen. Vorsicht also vor den XXL-Packungen, auch wenn diese “günstig” erscheinen. Wir haben ja nicht das Problem hungern zu müssen.

Light-Produkte sind erst einmal eine feine Sache und nach einem Blick auf das Etikett kann man erkennen, ob und wieviel Kalorien man einspart. Eine hohe Energiedichte der Lebensmitteln ist häufig eine Alltagsfalle, also wenn das Volumen sehr gering ist, die Kalorienanzahl dafür aber sehr hoch. Leider greifen wir bei “Light”-Produkten mehr zu und somit ist die Einsparnis dahin. Beim Chips-Versuch aßen die Leute ein Drittel mehr, wenn es fettarme Chips waren.

Erwähnen muss man auch die Veranlagung, 5% der Übergewichtigen leiden an einem Gendefekt. Ein Gen was für die Funktion des Hormons Leptin wichtig ist, funktioniert nicht so wie es soll: Das Leptin wird von den Fettzellen gebildet und landet über das Blut im Hirn. Sind die Fettspeicher voll, meldet das Leptin, dass nichts mehr gegessen werden muss. Nun haben Betroffene zwar ausreichend Leptin, aber einen Schaden an den Rezeptoren und somit kommt die Nachricht “jetzt bist du aber satt” nicht an und der Betroffene hat ständig Hunger.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Formel, mehr Sport weniger essen bei den allerallermeisten funktionieren wird, die Lebenswelt des Klienten aber eine ganz wichtige Rolle spielt. Gerade bei der Vielzahl der (unbewusst getroffenen) Entscheidungen kann es sein, dass diese an einem anderen Ort anders ausfallen. Sport treibt man in der Kurklinik oder am See einfach lieber als im Stadtdschungel. Der Weg zum Training fällt ggf. viel leichter, wenn die Mannschaft um den Aufstieg mitspielt. Zu den unbewussten Änderungen kommt dann noch das Problem der Verhaltensänderung bei den Sachen, die man bewusst angehen will.

Trotzdem viel Erfolg und lassen Sie sich nicht demotivieren, Ernährung und Verhalten haben viel damit zu tun, dass Sie es einfach versuchen und stetig optimieren. Gehen Sie’s an!

Weiterführende Links:

* WDR Quarks und Co – die Dickmacher und wie wir ihnen entkommen

Seminarrückblick “Ernährung und Medikamente im Sport”

Am 19.04.2008 von 09-15.00 Uhr war in der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid das Seminar “Ernährung und Medikamente im Sport” im Rahmen der Präventionskampagne “Falscher Einwurf – Gegen Doping & Medikamente im Sport”. Die kostenlose Teilnahme an der Veranstaltung wurde durch die Sponsoren möglich gemacht. Es gab sechs Vorträge und eine kurze Abschlussdiskussion, die wegen der knappen Zeit zur Zusammenfassung mutierte.

kampagne anti-doping logo falscher einwurf

  1. “Der Weg zum Leistungssport – Betrachtungen aus sportmedizinischer Sicht” – Dr. Ernst Jakob
  2. “Der unbedachte Griff in die Hausapotheke – was Sportler wissen müssen” – Hanns-Henning Hopf
  3. “Ernährung als Baustein sportlicher Leistung” – Sandra Kocksch
  4. “Nahrungsergänzungsmittel – muss das wirklich sein?” – Hanns-Henning Hopf
  5. “Gibt es bei Jugendlichen ein Dopingproblem? Erfahrungen aus dem ‘Kölner Projekt’” – Michael Sauer
  6. “Ablauf und Schwierigkeiten einer Dopingkontrolle” – Doris Osterhoff

Im Folgenden liste ich aus meiner Sicht die Hauptaussagen der Vorträge auf.

Zu 1: “Der Weg zum Leistungssport – Betrachtungen aus sportmedizinischer Sicht” – Dr. Ernst Jakob

Die Genetik spielt eine sehr große Rolle, jeder kann und soll Sport treiben, aber ob jemand ganz oben landet ist zu einem großen Teil vorbestimmt. Aus diesem Grund müssen Tests her, die eine Auswahl ermöglichen, damit die Fördermittel vielversprechend eingesetzt werden können und so den guten Vorraussetzung noch ein excellentes Training kommt.

Vielversprechende Sportler landen dann in Kadern und Sportschulen. Die Kaderathleten müssen zustimmen, dass sie kontrolliert werden dürfen. Diese Kontrollen sind sehr teuer: Für 700 Kaderathleten kostet dies rund 5 Millionen Euro, wenn ich mich nicht verhört habe. Die Leistung ist natürlich entscheidend, schließlich sind Fördermittel begrenzt und es gibt viele, die das Maximum aus sich herausholen wollen oder müssen.

Ein Großteil der jungen Sportler nimmt Nahrungsergänzungsmittel, die aber nicht selbst zahlen, sondern meist die Eltern der Jungsportler. Dr. Jakob sieht hier ein gesellschaftliches Problem, die eigenen individuellen Grenzen nicht akzeptieren zu wollen. Dieses Problem ist auch in anderen Bereichen erkennbar, sei es im Beruf oder bei Kinder, die in der Schule unterstützende Substanzen nutzen – teilweise unterstützen das die Eltern sogar gern.

zu 2: “Der unbedachte Griff in die Hausapotheke – was Sportler wissen müssen” – Hanns-Henning Hopf.

Der Sportler ist verantwortlich, wenn er dopt. Der Kaderathlet muss meiner Meinung nach recht viel wissen, welche Mittel er nehmen darf und welche nicht. Im Alltag lauern viele Gefahren: bei Medikamenten gibt es nur für den Fachmann zu erkennende Unterschiede, die dann ein positives Testergebnis zur Folge haben. Es gibt zwar Listen, bei denen sich der Sportler informieren kann und bestimmte Medikamente darf sich der Sportler nach einem entsprechenden Antrag genehmigen lassen. Medikamente können im Ausland beispielsweise gleich heißen, aber andere Inhaltsstoffe aufweisen. Mediziner, die selten mit Sportlern zu tun haben, kann es passieren, dass Anträge falsch ausgefüllt oder an die falsche Stelle geschickt werden.

zu 3: “Ernährung als Baustein sportlicher Leistung” – Sandra Kocksch

Da gab es wenig Neues für mich, wenn ich auch einige Sachen nachlesen will – da gibt es schon das Ein oder Andere, was ich so nicht gesagt hätte. Aber zu 95% war ich immer gleicher Meinung, wenn ich auch denke, dass ein 40 Minuten-Vortrag nicht ausreicht, um ein Gesamtpaket “Sport und Ernährung” zu vermitteln.

Die Hauptthese war sicherlich, dass es keine “guten” und “schlechten” Lebensmittel gibt, sondern, dass das Gesamtsystem ausschlaggebend ist. Das Gesamtsystem muss man dann aber auch erst einmal verstehen, um daran feilen zu können.

Meine Gedanken zum System kann man in der Artikelserie Sporternährung hier auf fitfuttern ja kostenlos nachlesen oder sich als PDF herunterladen.

zu 4: “Nahrungsergänzungsmittel – muss das wirklich sein?” – Hanns-Henning Hopf

Ja, bei Ausnahmebelastungen wie der Tour de France! Nein bei Jugendsportlern und normalen Belastungen.

Substitutionen, also das Beseitigen eines Mangels, sind gut, wenn der Mangel vorher festgestellt wurde. Supplementierung, also die Zufuhr einer Substanz (weit) über den eigentlichen Bedarf hinaus, ist mit Vorsicht zu genießen. Einerseits ist eine Leistungssteigerung selten der Fall, und bei einigen Substanzen geht der Schuss auch nach hinten los und führt zu schlechteren Adaptionsergebnissen nach dem Training. Herr Hopf wies in diesem Zusammenhang auf eine Studie hin (Nieß Striegl, 2008, Link zum Artikel).

Oftmals wirkt eine Substanz mit einer anderen im Wechselspiel, führt man nun von der einen zuviel zu, stimmt das Verhältnis nicht mehr und die Leistungsbereitschaft wird schlechter.

zu 5: “Gibt es bei Jugendlichen ein Dopingproblem? Erfahrungen aus dem ‘Kölner Projekt’” – Michael Sauer

Anabolika ist bei Jugendlichen beliebt und die Aufklärung zu diesem Thema darf sich nicht auf die Wissensvermittlung beschränken. Die Lebensverhältnisse, also das Umfeld der Jugendlichen, müssen berücksichtigt werden, sowohl bei der Gestaltung der Aufklärungsveranstaltung als auch bei der Wahl des Ortes.

zu 6: “Ablauf und Schwierigkeiten einer Dopingkontrolle” – Doris Osterhoff

Kaderathleten sind in einem recht eng gefassten System, sie müssen ihre Trainingsorte angeben und mit Kontrollen rechnen. Technisch wird das mit dem System ADAMS gelöst und auch den vorher schon angesprochenen Medikamentenbeantragungen. Die Beschreibung des Ablaufs der Kontrollen war nun nicht so spannend, die Kontrolleurin ließ aber durchsickern, dass vielen Sportlern das nötige Wissen fehlt, was es mit der Doping-Problematik und den Tests auf sich hat.

Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, was es alles für Konsequenzen hat, wenn das Wasserlassen mal nicht klappt (Mannschaftsbus muss warten, Spielerkollegen murren, andere Termine platzen, … ).

Die Veranstaltung war sehr interessant, es gab viel Material zur Auslage und die Vortragsfolien konnten dann auf CD gekauft werden. Das Mittagessen war sehr gut. Zusammenfassend eine sehr runde Sache – Danke!

Brainfood – Essen mit Köpfchen!

Bei der Arbeit und im Alltag will man geistig frisch sein. Unser Hirn spielt dabei eine wichtige Rolle und das knapp 1,5 Kilo schwere Organ in unserem Kopf benötigt rund 20% unseres Gesamtenergiebedarfs – da liegt der Verdacht nahe, dass die angestrebte Frische mit unserem Essen beeinflusst werden kann.

Brain-food essen mit hirn

Rund ums Hirn und den Blutzucker

Nervenzellen sind für das Denken und unsere Sinneseindrücke mitverantwortlich. Eine Nervenzelle ist über eine Synapse, eine Art infoweiterleitende Weiche, mit einer anderen Nervenzelle verbunden. Gesprochen wird überNeurotransmitter, das sind Botenstoffe – voilà, schon klappt es mit dem Gerede unter den Nervenzellen.

Gehirnzellen bilden sich leider nicht neu und so sollten wir versuchen, dass diese nicht in die Brüche gehen – wir kümmern uns also um den Schutz der Zellen und um den Aufbau der Botenstoffe.

Zum Funktionieren benötigt das Gehirn Traubenzucker, einen Einfachzucker und zwar rund 120g davon. Das macht 120g * 4kcal/g Kohlenhydrat; also knapp 500 kcal, welche in Form von Einfachzuckern im Hirn über den Tag verteilt ankommen müssen. Zucker im Körper ? – da kommt der Blutzucker ins Spiel, das heißt: ist der Blutzuckerspiegel konstant, dann wird das Hirn fortlaufend versorgt. Also Achtung vor langen Schichten ohne Frühstück, aber auch vor einer Mahlzeit, welche eine Achterbahnfahrt des Blutzuckerspiegels nach sich zieht (siehe Blutzucker, Insulin und Leistung – Artikelserie Sporternährung auf fitfuttern) .

Die Zuckerversorgung kriegen wir also hin.

Botenstoffe bauen und Zellen schützen

Botenstoffe bestehen aus Eiweiß, Eiweiß wiederum aus Aminosäuren. Es gibt 20 Aminosäuren, 8 sind essentiell, das heißt diese müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Acetycholin, Melatonin und Dopamin sind Botenstoffe und zur Aktivierung der Nervenzellen notwendig. Einige Botenstoffe baut der Körper selbst aus allerlei Substanzen auf, weshalb eine vielfältige Ernährung bereits eine gute Grundlage stellt. Eine hilfreiche Übersicht zur Ernährung in Bezug auf Botenstoffe gibt es beim Verbraucherinformationsservice Bayern. Das Essen der Botenstoffe ist nicht immer erfolgreich, da nicht alle von ihnen die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, also sollten Sie vorher nachlesen, bevor Sie Geld für teure Supplemente ausgeben.

Fett dient als Polster für die Nervenzellen, ein Großteil der Fette im Hirn sind ungesättigte Fettsäuren, wie sie in vielen Fischsorten vorkommen.

Ein weiterer Zellschutz sind Vitamine, sie fangen die freien Radikale und werden auch zur Herstellung der Botenstoffe gebraucht, der oben verlinkte Artikel beinhaltet auch hier eine hilfreiche Tabelle, welche Sie dieses Wissen in ihren Alltag bringen lässt.

Wichtig ist auch der Wasserhaushalt – Nervenzellen bestehen aus Wasser und müssen ständig versorgt werden, auch der Kreislauf muss in Schuss gehalten werden, wenn man fit über den Tag kommen will – 2L Wasser solltens am Tag schon sein.

Weiterführende Links:
* Essen und Gehirn; Verbraucherinformationsservice Bayern
* Brainfood – Institut  für Sporternährung Bad Nauheim

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