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Systemisch mit Kalender und Handy arbeiten

Es gibt viele verschiedene Protokollarten um eine Diät zu unterstützen, bei Programmen ist ein bestimmtes Protokoll meist vorgegeben. Andere versuchen das Abnehmen ohne große Theorie und können auswählen. In jedem Fall müssen Sie das Protokoll, sofern Sie sich für eines entscheiden, in ihren Alltag integrieren. Ich zeige Ihnen, wie Sie bereits mit einem Kalender und einem Handy ein wasserdichtes System schaffen, so wasserdicht, dass auch das Protokoll nicht tröpfelt.

Handy als “Mufti”

Handys als Multifunktionsgeräte können mittlerweile recht viel: vom mobilen Minicomputer für Internetdienste, über Radiogerät mit Mikro bis zum Navigationssystem. Da steckt also auch Potential für unser Selbstorganisationssystem drin und falls jemand mehr will, sollte er mal einen Blick in die Dokumentation seines Emaildienstes oder seines Telefons werfen.

Ich nutze zur Organisation lediglich die Voicebox, also die Sprachaufzeichnungsfunktion. Alle Dinge die eine Aktion zur Folge haben, werden mit “Eingang …” eingeleitet. Anmerkungen, wie bspw. eine Parkplatz- oder Parkdecknummer, werden einfach so aufgesprochen. In regelmäßigen Abständen höre ich die Aufzecihnung ab und lösche diese dann, nachdem sie im Kalender sind. So sind die Dinge aus dem Kopf und im System.

Kalender als Zentrale

Handys haben oft einen Kalender mit an Bord, ich nutze lieber die Papierform. In ein kleines Hausaufgabenheft trug ich die Kalendertage ein – ein solches Hausaufgabenheft passt in jede Hosentasche und es lässt sich bequem darauf sitzen, schließlich hat mein Hausaufgabenheft kein Ringbuch.

System pflegen und aktuell halten

Dort schreiben wir alles rein, die Termine und die für den Tag anstehenden Tätigkeiten. Den ersten Termin können wir gleich festhalten: am kommenden Sonntag scannen Sie die Einträge der vergangenen Woche, der kommenden Woche, prüfen die Voicebox des Handys und notieren die Sachen in den Kalender. Schon haben wir ein abgeschlossenes System. Das System können Sie natürlich weiter optimieren. Als Buch zum Thema Selbstorganisation empfehle ich “Wie ich die Dinge geregelt bekomme” von David Allen.

Protokoll ins System einbinden

Aber Moment, was ist nun mit dem Protokoll? Ich nutze einen Notizzettel, den ich in den Kalender lege, ausfülle und am Abend in einer Box archiviere – so bleibt der Kalender schlank und das Protokoll ist zwar im Kalender, vermischt sich aber nicht mit den Einträgen. Alternativ, wenn ich den Kalender mal nicht dabei habe, spreche ich die Protokolldaten auf das Handy: “Eingang, ins Protokoll übertragen: 29-10-2007 …”.

System aus Kalender Protokoll

Bild: System zur Selbstorganisation aus Kalender und Protokollzettel, CD-Hülle als Referenz, Handy fehlt

Weiterführende Links

* Buch Wie ich die Dinge geregelt bekomme | Wikipedia- Eintrag zur GTD-Methode

Wenn nur das Protokoll nicht wär…

Zu Beginn einer Beratung steht die Feststellung des Ist-Zustandes, dann werden Ziele besprochen, dann wird gearbeitet, beobachtet und meist auch protokolliert. Das Protokoll ist für den Klienten auf den ersten Blick nerviger Mehraufwand. Die Berater sehen im Protokoll jedoch oft den Schlüssel zum Erfolg und ich zeige Ihnen in diesem Beitrag einige Protokollarten und im Beitrag “Systemisch arbeiten mit Kalender und Handy” wie Ihnen das Protokollieren leicht von der Hand geht.

Protokollarten

Das “Fitprot” ist Bestandteil meiner Eigenkreation “Fitlog”, eines Fitness- und Ernährungstagebuchs in dem der Berater Einblick nimmt und mitschreibt – alles webbasiert – das GoogleOffice machts möglich. Der Klient notiert jeden Tag seine Beobachtungsfelder, den Skalenwert und eine kurze Bemerkung. Ernährung, Sport und Work-Life-Balance waren bislang bei allen Klienten dabei. Die Werte der Skala werden vorher abgesprochen und in alltagstaugliche Sätze gegossen. Weitere Beobachtungsfelder können je nach Bedarf hinzugefügt werden.
+ wenig Aufwand beim Führen;
+ nahe am Klienten, da dieser die Skala mit ausarbeitet
- viel Aufwand beim Erstellen
- sehr subjektiv
- Onlineoffice braucht etwas Einarbeitungszeit

Fitprot

(Screenshot des Fitprots)

Onlinegestützt sehe ich aber doch die Zukunft, wenn sich Handys und das Internet besser koppeln lassen, bzw. wenn mehr Menschen dies tun. Beim Fitfuttern-Partner FDDB kann man beispielsweise die verzehrten Produkte direkt auf seinen eigenen Merkzettel jagen, so archivieren und erhält seine Tagesbilanz.

Das Freiburger Ernährungsprotokoll wird oft eingesetzt. Auf zwei DinA4 Seiten werden allerhand Lebensmittel gelistet und man macht über einen gewissen Zeitraum seine Striche.
+ guter Eindruck über Ernährung des Klienten
+ wenig Aufwand zu führen und zu erstellen
- nur Ernährung wird berücksichtigt

Das DGE-Konzept “Ich nehme ab”, welches ich empfehlen kann, setzt unter anderem auf ein Ernährungs- und Bewegungsprotokoll. Sie schreiben auf, “Wann”, “Wo” und “Was” Sie essen und “Wann”, “Wo” und “Wie lange” Sie sich bewegen. Zusätzlich gibt es eine Spalte für ihre gezogenen Schlüsse.
Das Programm kann mit und ohne Berater, allein oder in der Gruppe durchgeführt werden und bindet die Protokolle recht effizient ein: bei den 12 Programmschritten spielen die Protokolle sowohl als Doku, als auch als spätere Arbeitsgrundlage, beispielsweise auf der Jagd nach Fallstricken bei der Speisenzubereitung, eine wichtige Rolle. Das Programm ist ein Loseblattordner und kostet rund 35 Euro (Stand: 29.10.2007). Die Protokolle von “Ich nehme ab” sind im DinA4 Format.
+ Mensch wird systemisch gesehen
+ Einfach zu handhaben
- viel zu schreiben
- große Zettel

Egal, welches Protokoll Sie wählen, wichtig ist vor allem, dass Sie daraus Schlüsse ziehen können, dass es ihrem Berater wichtige Daten liefert, und dieser Sie so zielgenau unterstützen kann. Der Kackpunkt ist meist, dass Sie das Protokoll führen und auch führen wollen. Es darf also nur einen minimalen Mehraufwand für ihren Alltag bedeuten, die notwendigen Daten einzutragen.

Zum Beispiel ist mein Notizzettel Bestandteil meines Kalenders oder ich nutze für zwischendurch die Sprachaufzeichnung meines Handys. Wie man aus Handy und Kalender ein minimales System zwirbelt, erfahren Sie im Folgebeitrag “Systemisch arbeiten mit Kalender und Handy“.

Weiterführende Links:

* Fitfuttern-Beitrag zum neuen FDDB-Merkzettel
* DGE-Konzept “Ich nehme ab”
* Freiburger Ernährungsprotokoll

Ernährungsberatung – was erwartet mich?

Irgendwas bringt Sie zum Schluss: “So, ich geh jetzt zum Ernährungsberater”. Vielleicht ein erkannter und nicht verleugneter Speckring, das konditionelle Einbrechen beim letzten Satz, oder eine Bemerkung der Freundin über die enger gewordene Hose. Die Beweggründe sind vielfältig. Was erwartet Sie nun?

Vorab, ich kann natürlich nur für mich sprechen und vermute ein Großteil der anderen Ernährungsberater lasen und erlebten Ähnliches wie ich.

Die Ernährungsberatung hat in den letzten Jahren einen Wandel hinter sich: vor 15 Jahren ging es vor allem um Wissensvermittlung. Leider reicht das neu gewonnene Wissen oft nicht aus, um sein Verhalten dementsprechend zu ändern. Dies hat man erkannt und so wird der Berater also versuchen ihnen zuzuhören, Wissen zu vermitteln und individuelle Anwendertipps zu geben. Des Weiteren müssen Sie dann noch ausreichend motiviert sein. Dies führt zu einem günstigeren Verhalten und ein Stück näher ans ersehnte Ziel.

Auf diesem Weg gibt es enorm viele Stolpersteine – auch Rückschläge beim Prozess der Verhaltensänderung sind wahrscheinlich. Diese können einem immer wieder die Motivation rauben und gerade hier ist die Betreuung durch den Berater sinnvoll.

Sie sehen also, erwarten Sie nicht, dass Sie die Praxis des Ernährungsberaters mit einer Liste voller erlaubter Lebensmittel verlassen, und Sie so glücklich und zufrieden 10 Kilo abnehmen, ihre Regenerationszeit verkürzen, oder perfekt im neuen Kleid aussehen.

Vielmehr versucht der Berater ihre Ziele zu beurteilen, mit Ihnen einen passenden Weg zu finden und dann müssen Sie entscheiden, ob Sie diesen Weg gehen wollen.

Hin und wieder merkt man, dass der Kalorienüberschuss nur das Signal, die Ursache aber eine ganz andere ist – hier erkennt dies der unabhängige Berater vielleicht, kann dann darauf aufmerksam machen und an einen Spezialisten verweisen. Erreicht man keines seiner gesteckten Ziele, empfiehlt sich vielleicht ein Selbstmanagement-Seminar; oder kann die Gewichtszunahme mit einem Verlustereignis in Verbindung gebracht werden, ein Trauerseminar.

Das Ziel der Beratung ist, dass Sie danach besser klar kommen – bedienen Sie sich also am Methoden- und Tippbuffet des Beraters und haken Sie nach, wenn es Ihnen nicht hilft. Sie sind der Kapitän der in eine bessere Zeit steuern will, auch wenn die See hin und wieder recht stürmisch werden kann.

  • Hallo

    der fitfuttern-Blog ruht derzeit, dafür gibt es immer montags von 19 - 20.00 Uhr eine kostenlose Sprechstunde (Chat, Telefon) zu Sport und Ernährung. Ich berate Sie gern - mehr Infos?

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