Seminarrückblick “Ernährung und Medikamente im Sport”

Am 19.04.2008 von 09-15.00 Uhr war in der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid das Seminar “Ernährung und Medikamente im Sport” im Rahmen der Präventionskampagne “Falscher Einwurf – Gegen Doping & Medikamente im Sport”. Die kostenlose Teilnahme an der Veranstaltung wurde durch die Sponsoren möglich gemacht. Es gab sechs Vorträge und eine kurze Abschlussdiskussion, die wegen der knappen Zeit zur Zusammenfassung mutierte.

kampagne anti-doping logo falscher einwurf

  1. “Der Weg zum Leistungssport – Betrachtungen aus sportmedizinischer Sicht” – Dr. Ernst Jakob
  2. “Der unbedachte Griff in die Hausapotheke – was Sportler wissen müssen” – Hanns-Henning Hopf
  3. “Ernährung als Baustein sportlicher Leistung” – Sandra Kocksch
  4. “Nahrungsergänzungsmittel – muss das wirklich sein?” – Hanns-Henning Hopf
  5. “Gibt es bei Jugendlichen ein Dopingproblem? Erfahrungen aus dem ‘Kölner Projekt’” – Michael Sauer
  6. “Ablauf und Schwierigkeiten einer Dopingkontrolle” – Doris Osterhoff

Im Folgenden liste ich aus meiner Sicht die Hauptaussagen der Vorträge auf.

Zu 1: “Der Weg zum Leistungssport – Betrachtungen aus sportmedizinischer Sicht” – Dr. Ernst Jakob

Die Genetik spielt eine sehr große Rolle, jeder kann und soll Sport treiben, aber ob jemand ganz oben landet ist zu einem großen Teil vorbestimmt. Aus diesem Grund müssen Tests her, die eine Auswahl ermöglichen, damit die Fördermittel vielversprechend eingesetzt werden können und so den guten Vorraussetzung noch ein excellentes Training kommt.

Vielversprechende Sportler landen dann in Kadern und Sportschulen. Die Kaderathleten müssen zustimmen, dass sie kontrolliert werden dürfen. Diese Kontrollen sind sehr teuer: Für 700 Kaderathleten kostet dies rund 5 Millionen Euro, wenn ich mich nicht verhört habe. Die Leistung ist natürlich entscheidend, schließlich sind Fördermittel begrenzt und es gibt viele, die das Maximum aus sich herausholen wollen oder müssen.

Ein Großteil der jungen Sportler nimmt Nahrungsergänzungsmittel, die aber nicht selbst zahlen, sondern meist die Eltern der Jungsportler. Dr. Jakob sieht hier ein gesellschaftliches Problem, die eigenen individuellen Grenzen nicht akzeptieren zu wollen. Dieses Problem ist auch in anderen Bereichen erkennbar, sei es im Beruf oder bei Kinder, die in der Schule unterstützende Substanzen nutzen – teilweise unterstützen das die Eltern sogar gern.

zu 2: “Der unbedachte Griff in die Hausapotheke – was Sportler wissen müssen” – Hanns-Henning Hopf.

Der Sportler ist verantwortlich, wenn er dopt. Der Kaderathlet muss meiner Meinung nach recht viel wissen, welche Mittel er nehmen darf und welche nicht. Im Alltag lauern viele Gefahren: bei Medikamenten gibt es nur für den Fachmann zu erkennende Unterschiede, die dann ein positives Testergebnis zur Folge haben. Es gibt zwar Listen, bei denen sich der Sportler informieren kann und bestimmte Medikamente darf sich der Sportler nach einem entsprechenden Antrag genehmigen lassen. Medikamente können im Ausland beispielsweise gleich heißen, aber andere Inhaltsstoffe aufweisen. Mediziner, die selten mit Sportlern zu tun haben, kann es passieren, dass Anträge falsch ausgefüllt oder an die falsche Stelle geschickt werden.

zu 3: “Ernährung als Baustein sportlicher Leistung” – Sandra Kocksch

Da gab es wenig Neues für mich, wenn ich auch einige Sachen nachlesen will – da gibt es schon das Ein oder Andere, was ich so nicht gesagt hätte. Aber zu 95% war ich immer gleicher Meinung, wenn ich auch denke, dass ein 40 Minuten-Vortrag nicht ausreicht, um ein Gesamtpaket “Sport und Ernährung” zu vermitteln.

Die Hauptthese war sicherlich, dass es keine “guten” und “schlechten” Lebensmittel gibt, sondern, dass das Gesamtsystem ausschlaggebend ist. Das Gesamtsystem muss man dann aber auch erst einmal verstehen, um daran feilen zu können.

Meine Gedanken zum System kann man in der Artikelserie Sporternährung hier auf fitfuttern ja kostenlos nachlesen oder sich als PDF herunterladen.

zu 4: “Nahrungsergänzungsmittel – muss das wirklich sein?” – Hanns-Henning Hopf

Ja, bei Ausnahmebelastungen wie der Tour de France! Nein bei Jugendsportlern und normalen Belastungen.

Substitutionen, also das Beseitigen eines Mangels, sind gut, wenn der Mangel vorher festgestellt wurde. Supplementierung, also die Zufuhr einer Substanz (weit) über den eigentlichen Bedarf hinaus, ist mit Vorsicht zu genießen. Einerseits ist eine Leistungssteigerung selten der Fall, und bei einigen Substanzen geht der Schuss auch nach hinten los und führt zu schlechteren Adaptionsergebnissen nach dem Training. Herr Hopf wies in diesem Zusammenhang auf eine Studie hin (Nieß Striegl, 2008, Link zum Artikel).

Oftmals wirkt eine Substanz mit einer anderen im Wechselspiel, führt man nun von der einen zuviel zu, stimmt das Verhältnis nicht mehr und die Leistungsbereitschaft wird schlechter.

zu 5: “Gibt es bei Jugendlichen ein Dopingproblem? Erfahrungen aus dem ‘Kölner Projekt’” – Michael Sauer

Anabolika ist bei Jugendlichen beliebt und die Aufklärung zu diesem Thema darf sich nicht auf die Wissensvermittlung beschränken. Die Lebensverhältnisse, also das Umfeld der Jugendlichen, müssen berücksichtigt werden, sowohl bei der Gestaltung der Aufklärungsveranstaltung als auch bei der Wahl des Ortes.

zu 6: “Ablauf und Schwierigkeiten einer Dopingkontrolle” – Doris Osterhoff

Kaderathleten sind in einem recht eng gefassten System, sie müssen ihre Trainingsorte angeben und mit Kontrollen rechnen. Technisch wird das mit dem System ADAMS gelöst und auch den vorher schon angesprochenen Medikamentenbeantragungen. Die Beschreibung des Ablaufs der Kontrollen war nun nicht so spannend, die Kontrolleurin ließ aber durchsickern, dass vielen Sportlern das nötige Wissen fehlt, was es mit der Doping-Problematik und den Tests auf sich hat.

Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, was es alles für Konsequenzen hat, wenn das Wasserlassen mal nicht klappt (Mannschaftsbus muss warten, Spielerkollegen murren, andere Termine platzen, … ).

Die Veranstaltung war sehr interessant, es gab viel Material zur Auslage und die Vortragsfolien konnten dann auf CD gekauft werden. Das Mittagessen war sehr gut. Zusammenfassend eine sehr runde Sache – Danke!

Wissenschaft wirft Blick auf Getting Things Done

“Getting Things Done”, kurz GTD, ist ein System zur Selbstorganisation. Francis Heylighen und Clement Vidal von der Freien Universität Brüssel veröffentlichten einen wissenschaftlichen Aufsatz zur Selbstmanagementmethode “Getting Things Done” von David Allen. Es ist die erste wissenschaftliche Arbeit, die GTD genauer untersucht. Die ECCO-Wissenschaftler (Evolution, Complexity and Cognition research group) verglichen die Prinzipien, die GTD zu Grunde liegen, mit aktueller wissenschaftlicher Literatur.

Heutige Probleme bei der Wissensarbeit

Wissensarbeit ist schwierig: Wir wissen, wie wir Infos speichern und wie wir physische Prozesse geschickt strukturieren und somit beschleunigen können. Wir wissen aber kaum etwas darüber, wie wir den Prozess von der eingehenden Information bis zum Start des physischen Prozesses möglichst effizient bewältigen.

Unsere Erkenntnisse beim Treffen von Entscheidungen, bei der Projektplanung und beim Problemlösen müssen immer geprüft werden, ob sie aktuell noch gültig sind. In einer “neuen” Welt mit Informationsüberflutung müssen die Herangehensweisen vielleicht überdacht und geändert werden. Der klassische Weg besteht darin, Ziele zu formulieren, diese nach Prioritäten zu ordnen, notwendige Handlungen ausfindig zu machen und den damit verbundenen Ressourceneinsatz fest zu stellen. Anschließend werden dann die Tätigkeiten ausgeführt, die mit dem geringsten Ressourceneinsatz den größten Nutzen für die priorisierte Aufgabe haben.

Ja, so weit, so gut, aber was machen wir, wenn sich Prioritäten und Ressourcen zwischenzeitlich und unvorhersehbar ändern? Oder wenn die Anzahl der Möglichkeiten tagtäglich variiert. Solche dynamische Rahmenbedingungen lassen eine klassische Herangehensweise schwierig oder unsinnig werden. Ganz problematisch ist es in einem solchen wandlungsfähigen Umfeld einen Projektplan abzugeben, der die Grundlage für die Bewilligung notwendiger Mittel ist.

Alternativ kann man auf die Planung verzichten und einfach vor sich hin werkeln. Wichtig ist dabei, dass die Rückmeldung der Handlung aufgenommen und verarbeitet wird. Dann kann entsprechend weiter gemacht oder reagiert werden. Auf diese Weise nähert man sich dem Ziel. Das klingt chaotisch, ist aber oftmals der einzige mögliche Weg und einige Male deutlich effizienter als der klassische! Schließlich ist ein unbrauchbares Ergebnis (Forschung zum 1 Liter-Auto, obwohl bereits die ersten fliegenden Teppiche auf den Markt kommen) oder lang durchdachte, aber nutzlose Projektpläne eine schlechtere Alternative.

Natürlich können große Projekte, wenn sie denn planbar sind, auch geplant werden, aber ein System muss dennoch flexibel genug sein, damit eine Anpassung der Pläne möglich ist. Allens System der natürlichen Planung scheint für mittelgroße “Projekte” im Sinne von GTD, also eine Folge von schätzungsweise 5-30 Tätigkeiten sehr vielversprechend, mit der Festlegung des Ziels und einem Brainstorming.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass unser Hirn sehr gut beim Verarbeiten von Infos ist, aber sehr schlecht beim Erinnern (”Lag Ihnen schon mal was auf der Zunge?”). Unser Arbeitsspeicher ist, nach wissenschaftlichem Stand der Dinge auch, wie die eben bereits erwähnte, doch recht, gemessen an PCs, mangelhafte Erinnerungsfähigkeit, wie Sie jetzt vielleicht gerade merken, auch nicht der beste (gemeint ist der Arbeitsspeicher, schlimmer Satz, lesen Sie ihn nicht noch einmal :-) ).
Der Arbeitsspeicher fasst nur sieben Gedanken, zu wenig um allerlei Projekttätigkeiten im Kopf zu behalten. Wir brauchen also ein System, welches die Umwelt berücksichtigt, das uns nächste Schritte liefert und welches am besten noch ein griffbereites Archiv mit weiterührenden Infos und einer Suchfunktion anbietet.

GTD als Problemlöser

GTD stellt einen Arbeitsablauf zum Selbstmanagement, insbesondere für die Wissensarbeit zur Verfügung, mit dem Ziel Stress und Angst zu reduzieren und so die Produktivität zu steigern. Dies funktioniert, sofern der Arbeiter immer das Gefühl hat, die Situation kontrollieren zu können. Im Paper wird noch ein Ansatz geschildert, wie mittels eines Job-Ticket-Systems GTD zur kollaborativen Arbeit genutzt werden kann, wobei dieser Ansatz nicht Teil des eigentlichen GTD-Systems ist.

Bei GTD soll der Arbeiter alles, was an ihm nagt aus seinem Kopf auslagern und in sein System ablegen, auf welches er dann immer wieder bei Bedarf zugreifen kann. Diesem System muss der Arbeiter auch vertrauen können, dass in diesem System auch alles Relevante drin ist. Kann sich der Arbeiter dann wiederum mit seiner ganzen Aufmerksamkeit seiner einen einzigen Tätigkeit widmen, diese Tätigkeit weder eine zu hohe noch eine zu niedrige Anforderungen darstellt, sind bereits wichtige Vorraussetzungen erfüllt, damit der Arbeiter in den “Flow”-Status gelangen kann.

Eine genaue Beschreibung von GTD schenke ich mir hier, das kann man an anderer Stelle nachlesen (Wikipedia oder Buch) – will man das System einführen, sollte man sich ohnehin das Buch besorgen.

Ein Selbstmanagementsystem oder Projektorganisationssystem muss heute noch weitere Vorraussetzungen erfüllen: Die Umwelt muss einbezogen werden, da diese den Rahmen für unsere möglichen Handlungen liefert. Am besten liefert das System also sinnvolle Auslöser für den Arbeiter, welche umweltabhängig sind. Ein rein rationelles System ist zum Scheitern verurteilt, wenn bei aufeinanderfolgenden Tätigkeiten wiederholte Ortswechsel nötig sind, das kostet zu viel Zeit. Genauso ist es verheerend, wenn sich bei einer abgeschlossenen Handlung erst wieder in verschiedene Projekte eingedacht werden muss, um einen nächsten Schritt ausfindig machen zu können, der in der aktuellen Umgebung abgearbeitet werden kann. Darüber hinaus muss ein System Unterbrechungen geeignet handhaben.

Der Ansatz, dass GTD all das als System bietet ist meines Erachtens das “Beste” an GTD, eine Tippsammlung wird so etwas nicht leisten können. Viele nutzen bereits ToDo-Listen, Organizer und Kalender, aber ich kenne keine Methode, bei der alles so zusammen spielt.

GTD hat (weitere) revolutionäre Herangehensweisen: einmal macht man sich die Startbahn frei, man räumt also erst mit seinen Alltagsproblemen auf und widmet sich dann längerfristigen Zielen – ohne freie Startbahn, kein freier Kopf, und kein Vertrauen ins eigene System – das System verkommt zur Tippsammlung.

Prioritäten spielen bei GTD kaum eine Rolle: der Nutzer fragt sich zuerst, “was kann ich in dieser Umgebung machen”, dann “wieviel Zeit habe ich”, dann “wieviel Energie habe ich”. Anschließend liefert das System die passenden Tätigkeiten. Ja, und dann kann sich der Arbeiter noch fragen, ob einige Dinge auf der Liste dringlicher sind als andere.

Das Erstellen und Pflegen der notwendigen Listen, welche die “nächsten Schritte” liefern, erfolgt im Wochenrückblick. Der jährliche Frühjahrsputz auf dem Schreibtisch findet also einmal die Woche statt, und da in der Woche nicht soviel passiert behält man den Überblick. Die Listen entstehen dadurch, dass die Elemente des Eingangskorbes mittels einer Routine auf eine bestimmte Liste geschleust werden. Das klingt sehr kompliziert, nach einigen Wochenrückblicken geht das aber in Fleisch und Blut über. Die Listen müssen nicht unbedingt aus Papier bestehen – es gibt Programme für Organizer, Handy und Computer. Diese digitale Verfügbarkeit stellt dann auch die Grundlage für Suchfunktionen und Abfragen.

Ich finde es sehr gut, dass es nun auch einen wissenschaftlichen Artikel zu GTD gibt, vielleicht ist dieser ja die Grundlage für eine empirische Untersuchung, um den Nutzen von GTD zu testen.

Weiterführende Links:
* Artikel der Freien Universität Brüssel “Getting Things Done: The Science behind Stress-Free-Productivity” von Francis Heylighen and Clement Vidal
* Wikipedia-Artikel zu GTD, unter anderem mit den Grafiken der natürlichen Planung, des GTD-Workflows

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Rückenschmerzen – was man wissen sollte und dagegen tun kann!

“An etwas schwer zu tragen haben”, “buckeln müssen”, “etwas durchstehen müssen” – so ist der Rücken in unserer Alltagssprache. 70% der Deutschen haben einmal im Jahr Rückenschmerzen, 80% mindestens einmal im Leben. Wie entstehen Rückenschmerzen und wo findet man nützliche Informationen?

Initiative ergreifen und bei Schmerzen ab zum Arzt

Leider bin ich unter den 80% und seit diesem Vorfall achte ich mehr darauf, was meinem Rücken gut tut und was nicht. In meinem Umfeld fällt mir auf, dass Menschen sehr unterschiedlich mit ihrem Rückenleiden umgehen: Einige sehen es als Schicksal, andere ackern entschieden dagegen an, beispielsweise mit Entspannungstechniken und einer bewussten Selbstbeobachtung.

In jedem Fall sollten Sie bei auftretenden Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen. Der Körper nimmt den Schmerz wahr und bewertet diesen. Wiederholt sich das mehrmals, reagiert der Körper bereits bei einem kleineren Reiz genauso intensiv – es entsteht ein sogenanntes Schmerzgedächtnis und aus akuten Schmerzen können chronische werden! Die Entstehung eines solchen Schmerzgedächtnisses sollte folglich verhindert werden. Natürlich kann Ihnen der Arzt auch sagen, welche Behandlung für Sie geeignet ist. Rückenschmerzen sind keine Diagnose sondern ein Symptom.

Was ist da los im Rücken?

Unsere Wirbelsäule trägt unseren Kopf und in der Wirbelsäule befindet sich das Rückenmark. Im Rückenmark sind Nervenbahnen und Nervenzellen – diese transportieren die Infos zwischen Hirn und Muskeln hin und her. Werden Wirbel oder Nerven verschoben oder beschädigt, führt dies zu Schmerzen oder Funktionseinschränkungen.

Wirbelsäule Ausschnitt Hals  (Bandscheiben hervorgehoben)

Wir bewegen uns über den Tag und erfahren dadurch viele Stöße. Eigentlich müsste das mit Schmerzen einhergehen, da unsere Wirbelsäule ja ständig bewegt wird. Zum Schutz haben wir die Bandscheiben zwischen den Wirbeln, welche die Stöße abfedern, ähnlich eines Schwamms. Des Weiteren haben wir sehr viele Muskeln im Rückenbereich, die die Wirbelsäule und somit den ganzen Körper stützen.

Nach den obigen Hintergründen können mehrere Ursachen zu Rückenschmerzen führen, unter anderem sind dies:

  • eine extreme Verspannung der Muskulatur führt zu einem plötzlichen Schmerz – dem Hexenschuss.
  • die Bandscheibe hält dem Druck der Wirbelsäule nicht Stand und wird in Richtung Wirbelkanal weggedrängt, dabei drückt sie auf den Nerv – der Bandscheibenvorfall
  • das Wasser in den Bandscheiben, unsere Schwammkissen, wird mit fortschreitendem Alter nicht mehr so gut gespeichert, wir schrumpfen und die Pufferfuntion der Bandscheiben nimmt ab – der Altersverschleiß
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Lang anhaltende Muskelverspannungen, beispielsweise durch ungünstige Körperpositionen oder dadurch, dass die Muskulatur einen Teil der Wirbelsäule so stark wie möglich stützen muss.
  • Seelische Probleme wie Stress, Angst, Unzufriedenheit haben meist Einfluss auf unseren Hormonhaushalt und auf den Grad unserer Anspannung. Meist vergessen wir gerade in Stresssituationen unsere Vorsätze und fallen in alte ungewollte Verhaltensweisen zurück. Es macht also Sinn im Alltag bereits Entspannungstechniken zu lernen, und nicht erst in Stressphasen – versuchen Sie es doch mal mit Jacobson - eine halbe Stunde Meeresrauschen und entspannt im Bett liegen muss doch drei mal die Woche drin sein, oder?

Es folgen noch weiterführende Links, diese Materialien beinhalten auch Übungen – sprechen Sie in jedem Fall mit ihrem Arzt, denn die falschen Übungen oder eine fehlerhafte Ausführung können viel kaputt machen.

Weiterführende Links:
*GEK – Broschüre “Rücken” als PDF
* Patientenleitlinie – Rückenschmerzen

Abnehmtricks der Brigitte-Leser

Die Zeitschrift Brigitte befragte ihre Leser(innen) zu ihren Diätgewohnheiten und welche Taktiken besonders erfolgreich waren.

Brigitte bietet selbst auch eine Diät an, welche auf kalorienreduzierter Mischkost basiert. Dieser Diät bescheinigt Stiftung Warentest (Stiftung Warentest, 2003, S. 139f.) die zweithöchste mögliche Wertung, bemängelt aber, dass dort die Verhaltensänderung zu kurz kommt. Werfen wir also einen Blick, welche Tricks zum Abnehmen sich bei den Brigitte-Lesern durchgesetzt haben.

  1. Auslöser der aktuellen Diät?
    • Mann, nicht mehr passendes Kleid, stetige Erfolglosigkeit beim Shoppen
  2. Wie lange dauert die Diät schon?
    • Einige Tage bis einige Jahre.
  3. Wie viel soll weg, wieviel ist schon weg?
    • Ein oder zwei Kilo bis zu 50 Kilo.
  4. Was versprechen Sie sich nachdem die Pfunde weg sind?
    • Erscheinungsbild passt wieder zur Einstellung, mehr Erfolg, mehr Lust auf Sport, mehr Selbstbewusstsein nach erfolgreicher Diät.
  5. Womit belohnen Sie sich anstatt von Süßigkeiten?
    • Kleidung, Haarschnitt, Bad, Zeitschriften, edles Essen
  6. Wie werden Geschäftsessen und Parties gemeistert?
    • Langsam essen, eher Gemüse, nachher einen Spaziergang.
  7. Wie gleichen Sie kalorienreiche Ausrutscher aus?
    • Leichte sättigende Kost, viel Wasser, Hausputz, Stunde mit Hund.
  8. Treiben Sie Sport, wie viele Stunden pro Woche?
    • Via Rad zur Arbeit und auch Touren, Hund oder allein joggen, Tanzkurs.
  9. Was hat sich seit Beginn der Diät gebessert?
    • Ausgeglichener, fitter, lebensfreudiger, attraktiver, mehr Lust auf Sex und Flirts

Wichtig zu wissen ist, dass die Leser nicht unbedingt die Brigitte-Diät gemacht hatten und dass insgesamt 400 Leser die Fragen beantworteten. Allerdings filterte die Autorin des Brigitte-Artikels die Antworten und dann fasste ich den Artikel ebenfalls noch einmal zusammen. Des Weiteren sind bei den Leserantworten Tipps dabei, welche ich nicht gutheißen kann. Mögen sie für den ein oder anderen ein Ansporn oder eine Hilfe sein, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Weiterführende Links/Quellen:
* Stiftung Warentest. 2003. Schlank & fit. 80 Diäten im Vergleich. Berlin Econ Verlag. Link zum Buch

Brainfood – Essen mit Köpfchen!

Bei der Arbeit und im Alltag will man geistig frisch sein. Unser Hirn spielt dabei eine wichtige Rolle und das knapp 1,5 Kilo schwere Organ in unserem Kopf benötigt rund 20% unseres Gesamtenergiebedarfs – da liegt der Verdacht nahe, dass die angestrebte Frische mit unserem Essen beeinflusst werden kann.

Brain-food essen mit hirn

Rund ums Hirn und den Blutzucker

Nervenzellen sind für das Denken und unsere Sinneseindrücke mitverantwortlich. Eine Nervenzelle ist über eine Synapse, eine Art infoweiterleitende Weiche, mit einer anderen Nervenzelle verbunden. Gesprochen wird überNeurotransmitter, das sind Botenstoffe – voilà, schon klappt es mit dem Gerede unter den Nervenzellen.

Gehirnzellen bilden sich leider nicht neu und so sollten wir versuchen, dass diese nicht in die Brüche gehen – wir kümmern uns also um den Schutz der Zellen und um den Aufbau der Botenstoffe.

Zum Funktionieren benötigt das Gehirn Traubenzucker, einen Einfachzucker und zwar rund 120g davon. Das macht 120g * 4kcal/g Kohlenhydrat; also knapp 500 kcal, welche in Form von Einfachzuckern im Hirn über den Tag verteilt ankommen müssen. Zucker im Körper ? – da kommt der Blutzucker ins Spiel, das heißt: ist der Blutzuckerspiegel konstant, dann wird das Hirn fortlaufend versorgt. Also Achtung vor langen Schichten ohne Frühstück, aber auch vor einer Mahlzeit, welche eine Achterbahnfahrt des Blutzuckerspiegels nach sich zieht (siehe Blutzucker, Insulin und Leistung – Artikelserie Sporternährung auf fitfuttern) .

Die Zuckerversorgung kriegen wir also hin.

Botenstoffe bauen und Zellen schützen

Botenstoffe bestehen aus Eiweiß, Eiweiß wiederum aus Aminosäuren. Es gibt 20 Aminosäuren, 8 sind essentiell, das heißt diese müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Acetycholin, Melatonin und Dopamin sind Botenstoffe und zur Aktivierung der Nervenzellen notwendig. Einige Botenstoffe baut der Körper selbst aus allerlei Substanzen auf, weshalb eine vielfältige Ernährung bereits eine gute Grundlage stellt. Eine hilfreiche Übersicht zur Ernährung in Bezug auf Botenstoffe gibt es beim Verbraucherinformationsservice Bayern. Das Essen der Botenstoffe ist nicht immer erfolgreich, da nicht alle von ihnen die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, also sollten Sie vorher nachlesen, bevor Sie Geld für teure Supplemente ausgeben.

Fett dient als Polster für die Nervenzellen, ein Großteil der Fette im Hirn sind ungesättigte Fettsäuren, wie sie in vielen Fischsorten vorkommen.

Ein weiterer Zellschutz sind Vitamine, sie fangen die freien Radikale und werden auch zur Herstellung der Botenstoffe gebraucht, der oben verlinkte Artikel beinhaltet auch hier eine hilfreiche Tabelle, welche Sie dieses Wissen in ihren Alltag bringen lässt.

Wichtig ist auch der Wasserhaushalt – Nervenzellen bestehen aus Wasser und müssen ständig versorgt werden, auch der Kreislauf muss in Schuss gehalten werden, wenn man fit über den Tag kommen will – 2L Wasser solltens am Tag schon sein.

Weiterführende Links:
* Essen und Gehirn; Verbraucherinformationsservice Bayern
* Brainfood – Institut  für Sporternährung Bad Nauheim

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