Diplomarbeit “Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Ernährungsberaterblogs”

“Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Ernährungsberaterblogs” lautet der Titel meiner Diplomarbeit. Die Arbeit umfasst samt Anhänge knapp 200 Seiten wurde mit 1,3 bewertet, ist farbig und “fitfuttern” bildet den Praxisteil der Arbeit. Wenn Sie die Arbeit als PDF möchten, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail oder nutzen das Kontaktformular. Die Arbeit gebe ich im Regelfall kostenlos weiter.

Interessant sollte die Arbeit für alle Ernährungsberater, (werdenden) Webworker, Blogger, WordPress-Nutzer, Suchmaschinenoptimierer, Gewichtsreduzierer und Berater sein. Am Ende warf ich einen Blick darauf, wie ein Laie den Weg von Null auf Blog wohl am geschicktesten meistert.

Das Inhaltsverzeichnis der Arbeit gibt Ihnen schnell Aufschluss, welche Gedanken ich mir gemacht habe. Als Blogprogramm wurde WordPress eingesetzt und meine Klienten wollten ihr Gewicht mindern. Ich untersuchte an welchen Stellen das Internet und Websites, in diesem Fall der Blog “fitfuttern”, beim Beratungsprozess hilft.

Die Seitenzahl (118+80) erscheint für eine Diplomarbeit sehr hoch, aber es gibt sogar noch Vieles, was gemacht werden musste und in der Arbeit nur kurz erwähnt wird, bspw. die Erstellung der Oberfläche (Theme) und die Gedanken zum Webdesign. Nur so war es möglich, folgendes Ergebnis zu erreichen:

  • Umsetzung des Blogs von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme (Erstellung von Lasten- und Pflichtenheft rund um die Themen Ziele, Zielgruppe, Infrastruktur, Webdesign, Blogstruktur, Bloginhalte, Blogauswertung)
  • Filtern und Umsetzen der für den Blog günstigen Maßnahmen (Anmeldung in Verzeichnissen, Schaffung von angrenzenden Maßnahmen (Nutzen der Bloginhalte in der Beratung, Aufbau von Vorträgen und Printmedien))
  • Betrieb des Blogs unter Berücksichtigung des Klienten- und Beraternutzens (Beratung der Klienten (Gewichtsreduktionsprogramm “Ich nehme ab”), Contenterstellung, Einrichtung eines Mitgliederbereichs für die Klienten, Suchmaschinenoptimierungskampagne)
  • Evaluation aller Maßnahmen (Klienten-, Expertenbefragung, Websiteanalyse)

Ich denke nach dieser Arbeit, dass Blogs und das Internet eine sehr wichtige Rolle in der (Ernährungs-)Beratung einnehmen werden. Wenn Sie Fragen zur Arbeit oder den obigen Themengebieten haben, kontaktieren Sie mich. Aktuell suche ich noch eine Arbeitsstelle und bin somit offen, Sie bei Ihrem Projekt oder Anliegen zu unterstützen.

Nochmals vielen Dank an alle, die einen Beitrag zur Arbeit leisteten, insbesondere die Experten, Klienten und Projektpartner, die mit ihren Rückmeldungen nicht geizten. Monika äußerte sich zu WordPress und zur Webentwicklung, Stephan als Berater und Experte für Selbst- und Zeitmanagement, Thomas als Projektpartner und Inhaber der Kalorientabelle FDDB.

Inhaltsverzeichnis der Diplomarbeit von Jochen Bauer, März 2008 “Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Ernährungsberaterblogs”:

Einleitung 8

1 Blog 11

1.1 Blogs – Definition, Einordnung und Abgrenzung 11

1.2 Einteilung von Blogs 12

1.3 Eigenschaften und Techniken von Blogprogrammen 13

1.3.1 Blog als Geflecht von Beiträgen, Kategorien und Seiten 13

1.3.2 Kommentare, Track- und Pingbacks als Möglichkeiten zur Diskussion 15

1.3.3 Nachrichten mittels Really Simple Syndication verfolgen 16

1.3.4 Beziehungen als Blogroll ausweisen 17

1.4 Ausmaße der Blogosphäre 19

1.5 Besonderheiten und Entwicklungen im Internet 22

1.5.1 Beschreibung des Long Tails 22

1.5.2 Wandel im Netz 24

1.6 Rechtliche Probleme und Kosten eines Blogs 25

2 Beratung als Prozess 27

2.1 Definition des Beratungsprozesses 27

2.2 Beschreibung des Modells der integrativen Beratung 28

2.2.1 Die Anfangsphase 28

2.2.2 Die Mittelphase 30

2.2.3 Das Ende des Prozesses 31

2.3 Konzept zur Klientenbetreuung 33

2.3.1 Beschreibung des Gesamtkonzepts 33

2.3.2 Aufbau des Programms „Ich nehme ab“ 34

2.4 Folgen und Möglichkeiten für einen Ernährungsberaterblog 36

3 Online-Marketing 38

3.1 Einordnung in den Marketing Mix 38

3.2 Internet- und Online-Marketing 39

3.3 Instrumente des Online-Marketings 39

3.4 Suchmaschinenoptimierung im Detail 42

3.4.1 Wirtschaftliche Relevanz von Suchmaschinen 42

3.4.2 Google als Maß aller Dinge 42

3.4.3 Gedanken zum Vorgehen: SEO-Strategie 44

3.4.4 Keywords recherchieren 45

3.4.5 Onsite-Optimierung 46

3.4.6 Offsite-Optimierung 55

4 Praxisbericht 58

4.1 Konzeption des Ernährungsberaterblogs 58

4.1.1 Lastenheft 58

4.1.2 Pflichtenheft 63

4.2 Aufbau des Blogs 73

4.2.1 Kernkomponenten und Umfeld bereitstellen 73

4.2.2 Entwicklung des Blogs 75

4.3 Blog strukturieren 79

4.3.1 Bildschirm einteilen 79

4.3.2 Gestaltung der Seiten 80

4.3.3 Struktur verleihen und Styleguide anlegen 82

4.4 Betrieb des Blogs 84

4.4.1 Grundsätzliche Überlegungen 84

4.4.2 Sinnvolle Tätigkeiten 90

4.4.3 Ausblick auf kommende Tätigkeiten 92

5 Diskussion 94

5.1 Rückblick zum Blogentwurf, -bau und -betrieb 94

5.2 Evaluation 97

5.3 Fazit 103

Schlussbemerkung 113

Inhaltsverzeichnis Anhang:

Anhang 1: „Gewichtsreduktionsprogramm zur Klientenbetreuung“

Anhang 2: „Dokumentation des Beratungsprozesses bei der Klientin Birgit“

Anhang 3: „Interviews“

Anhang 4: „Keywordrecherche zu „ernährungsberatung““

Anhang 5: „Handouts zu den Vorträgen“

Anhang 6: „Matrix zum Entwicklungsprozess“

Anhang 7: „Beitragsüberschriften im Beobachtungszeitraum“

Warum Ernährungsberatung so schwierig ist!

Diabetes Typ 2 – noch wissen nicht alle, was das ist, das wird sich aber ändern! Die Zuckerkrankheit auf Grund von Übergewicht fordert unsere Gesundheitskassen heraus und die Maßnahmen zur Vorbeugung und Besserung der Situation scheitern. Was ist an Ernährungsberatung und Diabetes-Prävention so schwierig?

Kaffeetassemitemotion

Echt – was ist an Ernährung schwierig?

Ernährungsberatung ist vielschichtig, Essen ist mit Emotionen verbunden und sein eigenes Verhalten zu ändern ist ein Prozess mit Rückschritten, bei dem selbst mit Beraterunterstützung noch viel schiefgehen kann – das führt zu Frust bei allen Beteiligten.

Ein Teil der stark Übergewichtigten sucht nach gar keiner Problemlösung – einige davon, glauben, sie haben kein Gewichtsproblem oder gestehen es sich nicht ein. Diesen Teil erreichen die Programme zur Vorbeugung meist nicht.

Später, wenn die auftretenden Krankheiten mit Medikamenten behandelt werden müssen, kann es zwar sein, dass der Betroffene sein Problem erkennt oder eingesteht, allerdings meistert eine kleine Tablette oft bereits die unangenehmen Krankheitserscheinungen – das nachteilige Verhalten muss also nicht unbedingt geändert werden.

Neben dieser Gruppe gibt es natürlich auch noch viele Menschen, die eine Verhaltensänderung angehen wollen, es aber nicht schaffen. Die besten Vorsätze reichen oft nicht, denn wir kennen noch kein Patentrezept für eine Änderung unseres Essverhaltens.

Die Wissenschaft streitet noch darum, inwieweit der Mensch einen freien Willen hat. Sagen wir einfach mal, wir können unser Handeln selbst mitbestimmen! Auch dann haben wir noch das Problem, dass unser Körper sehr gut speichert, jedoch nur ungern an seine Reserven geht: ein gutes Beispiel hierfür ist der Jojo-Effekt.

Berater muss doch beraten können!

Okay, gehen wir zur Beratung eines willigen Klienten, der sein Gewicht mindern möchte – Normalgewicht ist nämlich die beste Vorsorge gegen Diabetes Typ 2! Es gibt mittlerweile fundierte Abspeck-Konzepte, diese Konzepte müssen aber auch im Alltag des Klienten anwendbar sein und angewandt werden. Dies erfordert Zeit und ausreichend Motivation.

Die freie Zeit erhält man durch eine geschickte Organisation, hier kann der Berater Tipps geben und ebenso die Motivation des Klienten durch geschickte Werkzeug- und Wortwahl fördern.

Auch beim Beraten gibt es kein Patentrezept, so ist es immer ein Balanceakt, wie man seine kommunikativen Fähigkeiten einsetzt, dass die Beziehung Klient und Berater möglichst fruchtbar verläuft. Beratung ist natürlich etwas Persönliches und so kann es passieren, dass man mit dem Gegenüber einfach nicht gemeinsam arbeiten will.

Ebenfalls können unterschiedliche Erwartungen ein Hindernis sein: der Klient sieht den Sinn in einer Maßnahme nicht und nimmt sich dann nicht die nötige Zeit für jene. Dies führt dann im Gegenzug vielleicht zum späteren Scheitern und beide stehen vor dem gemeinsamen Scherbenhaufen.

Egal wie gut die Sitzungen verlaufen, Rückschritte werden Teil des Verhaltensänderungsprozesses sein. Auch wenn man es alleine versucht, rechnen Sie damit und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, weiter an ihrem Verhalten zu arbeiten. Die Verhaltensänderung kann man somit als Spirale sehen, bestenfalls mit der Tendenz nach oben (siehe “Stufen der Verhaltensänderung“).

Obwohl es also keine Patentrezepte für die Funktionsweise Mensch, für den Beratungsprozess und auch für den Verhaltensänderungsprozess gibt, so macht es natürlich auch keinen Sinn einfach mal so drauf los eine Ernährungsberatung zu machen – viel sinniger ist da der Griff auf bereits erfolgreiche Methoden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Erfolg versprechen.

Bücher und Modelle die mein Tun als Ernährungsberater prägen sind beispielsweise “Beratung als Prozeß” von Sue Culley, “Getting things done” von David Allen und das “Stufenmodell der Veränderung” (TTM). Inhaltlich bei der Gewichtsreduktion finde ich das Konzept der Deutschen Gesellschaft für Ernährung “Ich nehme ab” sehr gut und im Bereich Sporternährung schlage ich oft im “Handbuch der Sportlerernährung” nach.

Weiterführende Links:
* Amazon; Sue Culley – “Beratung als Prozess”
* Amazon; David Allen – “Getting things done”
* Amazon; Michael Hamm, Kurt Geiss -”Handbuch der Sportlerernährung”
* Wikipedia; Stufenmodell der Verhaltensänderung
* DGE-Konzept “Ich nehme ab

Anmerkung zum Bild: © chrizzzy / PIXELIO

Ernährungsberatung – was erwartet mich?

Irgendwas bringt Sie zum Schluss: “So, ich geh jetzt zum Ernährungsberater”. Vielleicht ein erkannter und nicht verleugneter Speckring, das konditionelle Einbrechen beim letzten Satz, oder eine Bemerkung der Freundin über die enger gewordene Hose. Die Beweggründe sind vielfältig. Was erwartet Sie nun?

Vorab, ich kann natürlich nur für mich sprechen und vermute ein Großteil der anderen Ernährungsberater lasen und erlebten Ähnliches wie ich.

Die Ernährungsberatung hat in den letzten Jahren einen Wandel hinter sich: vor 15 Jahren ging es vor allem um Wissensvermittlung. Leider reicht das neu gewonnene Wissen oft nicht aus, um sein Verhalten dementsprechend zu ändern. Dies hat man erkannt und so wird der Berater also versuchen ihnen zuzuhören, Wissen zu vermitteln und individuelle Anwendertipps zu geben. Des Weiteren müssen Sie dann noch ausreichend motiviert sein. Dies führt zu einem günstigeren Verhalten und ein Stück näher ans ersehnte Ziel.

Auf diesem Weg gibt es enorm viele Stolpersteine – auch Rückschläge beim Prozess der Verhaltensänderung sind wahrscheinlich. Diese können einem immer wieder die Motivation rauben und gerade hier ist die Betreuung durch den Berater sinnvoll.

Sie sehen also, erwarten Sie nicht, dass Sie die Praxis des Ernährungsberaters mit einer Liste voller erlaubter Lebensmittel verlassen, und Sie so glücklich und zufrieden 10 Kilo abnehmen, ihre Regenerationszeit verkürzen, oder perfekt im neuen Kleid aussehen.

Vielmehr versucht der Berater ihre Ziele zu beurteilen, mit Ihnen einen passenden Weg zu finden und dann müssen Sie entscheiden, ob Sie diesen Weg gehen wollen.

Hin und wieder merkt man, dass der Kalorienüberschuss nur das Signal, die Ursache aber eine ganz andere ist – hier erkennt dies der unabhängige Berater vielleicht, kann dann darauf aufmerksam machen und an einen Spezialisten verweisen. Erreicht man keines seiner gesteckten Ziele, empfiehlt sich vielleicht ein Selbstmanagement-Seminar; oder kann die Gewichtszunahme mit einem Verlustereignis in Verbindung gebracht werden, ein Trauerseminar.

Das Ziel der Beratung ist, dass Sie danach besser klar kommen – bedienen Sie sich also am Methoden- und Tippbuffet des Beraters und haken Sie nach, wenn es Ihnen nicht hilft. Sie sind der Kapitän der in eine bessere Zeit steuern will, auch wenn die See hin und wieder recht stürmisch werden kann.

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