Trainung der Kopplungs- und der Umstellungsfähigkeit

Dieser Beitrag beschreibt den möglichen Ablauf, der siebten Stunde des Trainingsmoduls “Koordination”.

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Kopplungs- und Umstellungsfähigkeit

Vorarbeiten

  • Üben der Einbeinjonglage

Inhalt

  1. Theoretische Einführung “Umstellungfähigkeit” – 5 min.
  2. Einspielen – 5 min.
  3. Anwendungsübung 1: Bremsstart – 10 min.
    • A erläuft einen Winkelball, den T eingespielt hat, daraufhin spielt T einen weiteren Ball ein und A reagiert, schaut, und erläuft den Ball
  4. Anwendungsübung 2: Splitstepstrecker – 10 min.
    • A reagiert auf einen Aufschlag den T von der Kleinfeldlinie sehr platziert ins Aufschlagfeld spielt – Sie sehen, es ist schwer eine unvorhergesehene Situation auf Kommando herzustellen, täuschen Sie also an und spielen Sie unerwartete Bälle.
  5. Theoretische Einführung “Kopplungsfähigkeit” – 5 min.
  6. Isolationsübung 1: Ballschieler – 5 min.
    • A tippt mit der rechten Hand einen Ball auf den Boden, während er mit der linken Hand einen Ball in die Luft wirft.
  7. Isolationsübung 2: Linienabhängentipper – 10 min.
    • A und B stehen jeweils auf einem Kleinfeldkreuz eines Tennisfelds und schauen sich in die Augen. Beide tippen einen Ball, wobei A versucht so schnell auf den Linien zu laufen, dass B seinen Bewegungen nicht mehr folgen kann.
  8. Anwendungsübung 3: Samprassmash – 5 min.
    • T spielt Schmetterbälle zu, wobei A von der Grundlinie anläuft, mit zwei Beinen abspringt und den Ball schmettert, ähnlich eines Sprungaufschlages beim Volleyball.
  9. Anregung – 5 min.
    • Ausfüllen des Evaluationsbogens zum Trainingsmodul

Training der Gleichgewichtsfähigkeit

Dieser Beitrag beschreibt den möglichen Ablauf, der sechsten Stunde des Trainingsmoduls “Koordination”.

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Gleichgewichtsfähigkeit

Vorarbeiten

  • Jongliermuster auf Höhen getrimmt

Inhalt

  1. Theoretische Einführung “Gleichgewichtsfähigkeit” – 5 min.
  2. Anwendungsübung 1: Bankvolley – 10 min.
    • A sitzt auf einer Bank (am besten kleine Turnbank) und spielt von dort aus einen Volley, so kann er kein Gewicht verlagern oder stabilisieren
    • Variation: A sitzt auf einem Gegenstand wie einem Balleimer; so wird verhindert, dass er das Gewicht verlagert
    • Variation: A darf nun aufstehen beim Spielen und erlebt so die Gewichtsverlagerung
  3. Anwendungsübung 2: Festgefroren – 10 min.
    • A spielt mit B im Kleinfeld. A muss mit einem Bein immer Kontakt zur Kleinfeldlinie halten.
  4. Isolationsübung 1: Einbeinjonglage – 5 min.
    • A jongliert eine Kaskade und hebt dabei ein Bein an
    • Variation: A jongliert und geht dabei in die Hocke und wieder nach oben.
  5. Isolationsübung 2: Gleichgewichtslauf – 5 min.
    • A geht auf einer Bank (am besten eine Turnbank) entlang, dabei tippt er einen Ball mit dem Schläger
    • Variation: A tippt 2 Bälle mit 2 Schlägern und geht dabei auf der Bank
    • Variation: A tippt, dabei hat er den Schläger in seiner schwachen Hand und geht dabei auf der Bank
  6. Anwendungsübung 3: Returnlangmacher – 10 min.
    • A reagiert auf einen extremen Aufschlag von T von der gegnerischen Kleinfeldlinie und die so geschaffene Returnsituation; A geht die notwendigen Schritte nach dem Splitstep zum Ball und kommt dann zur Mitte zurück. Das Hauptaugenmerk beim Aufschlag liegt diesmal bei der Streuung und nicht der Geschwindigkeit. A sollte somit zwei oder mehr Schritte machen müssen und dann einen Richtungswechsel oder eine Haltung einnehmen, die sehr anspruchsvoll für die Gleichgewichtsfähigkeit von A ist.
  7. Anwendungsübung 4: Richtungswechsel – 10 min.
    • T spielt extrem cross, A erläuft den Ball, orientiert sich umgehend wieder zur Mitte zurück, und spielt gegen den auf der anderen Seite stehenden B den Punkt aus.
  8. Anregung – 5 min.
    • Üben der Einbeinjonglage

andere Übungen

  • Teppichrutscher
    • A nimmt Anlauf und springt auf ein Stück Teppich, welches rutscht.
  • Tennisplatzrutscher
    • A erläuft einen Stopball, rutscht dabei sehr lange zum Ball und hält dabei seine Balance
    • Variation: A muss zu einem Ball seitlich aus dem Feld rutschen und experimentiert beim Rutschen mit unterschiedlichen Oberkörperhaltungen

Training der Differenzierungsfähigkeit

Dieser Beitrag beschreibt den möglichen Ablauf, der fünften Stunde des Trainingsmodul “Koordination”.

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Differenzierungsfähigkeit

Vorarbeiten

  • Erstellen einer Liste von Spielsituationen, bei denen besonders Reaktions- und Orientierungsfähigkeit im Tennis gefragt sind.

Inhalt

  1. kurzes Besprechen der Listen und einen Hinweis auf die Situationen “Passierball” und “Return” geben – 5 min.
  2. Theorie Einführung “Differenzierungsfähigkeit” – 5 min.
  3. Einspielen im Kleinfeld – 5 min.
  4. Anwendungsübung 1: Korrekturdrall – 5 min.
    • A spielt im Kleinfeld auf verschiedenartiges Zuspiel von T immer gleich zurück und reagiert auf die unterschiedliche Länge, Schärfe und Drallart.
  5. Anwendungsübung 2: Treffenundstaunen – 5 min.
    • A und B spielen sich im Kleinfeld den Ball zu, wobei der Ball immer mal wieder durch eine andere Ballart ausgetauscht wird.
    • Variation: Neben den Bällen können auch die Schläger getauscht werden.
    • Variation: Die Übung kann durch ein Zielfeld erschwert werden
  6. Anwendungsübung 3: Stoplob – 5 min.
    • A und B spielen im Kleinfeld. Beide streuen Stopbälle ein, wobei das Ziel ist, anschließend einen erfolgreichen Lob über den anderen ins Kleinfeld zu spielen.
  7. Isolationsübung 1: Bergsteigerjonglage – 5 min.
    • A jongliert drei Bälle, wobei T die Wurfhöhe der Kaskade bestimmt.
  8. Isolationsübung 2: Doppelpackdribbling – 5 min.
    • A tippt gleichzeitig zwei unterschiedliche Bälle, beispielsweise einen Tennis- und einen Fußball, oder einen Fuß- und einen Basketball.
    • Variation: Man kann zwei gleiche Bälle auch unterschiedlich mit Luft füllen oder einen Methodik- und einen gewöhnlichen Tennisball nehmen
  9. Isolationsübung 3: Tennisballrollen – 5 min.
    • A rollt einen Ball von einem Doppelkorridor auf die Außenlinie des anderen Doppelkorridors
  10. Anwendungsübung 3: Zielfeldaufschlag – 10 min.
    • A serviert Aufschläge einmal durch die Mitte einmal nach außen
    • Variation: A serviert einmal mit Slice, einmal mit Twist auf das gleiche Zielfeld
  11. Anregung – 5 min.
    • Jonglagegrundmuster Kaskade mit diversen Höhen üben

andere Übungen

  • Variationssquash
    • A wirft oder spielt einen Ball gegen eine Wand. Der Ball wird auf Kommando gewechselt. Einmal einen Softball, einmal einen Sqashball, einmal einen Tennisball.
    • Variation: A wechselt nicht die Bälle sondern die Schläger, je vielfältiger desto besser.
    • Variation: A wechselt die Schlagausführung, so spielt er die Vorhand und Rückhand beidhändig oder mit der falschen Hand.

Training der Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit (2/2)

Dieser Beitrag beschreibt den möglichen Ablauf, der vierten Stunde des Trainingsmoduls “Koordination”.

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Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit (2/2)

Vorarbeiten

  • Paarjonglage gegenüberstehend mit 6 Bällen
  • Paarjonglage nebeneinanderstehend mit 3 Bällen
  • Jonglage mit 2 Bällen und eingeworfenem dritten Ball

Inhalt

  1. Einspielen – 5 min.
  2. Anwendungsübung 1: Wand – 5 min
    • A und B spielen gegen C und D Doppel im Kleinfeld. Lobs sind verboten und A und B versuchen immer sich sowohl gegenseitig, als auch den Ball im Auge zu behalten – dies klappt, sofern die beiden eine Linie bilden und diese Linie ein Lot mit der direkten Gerade zum Ball bildet. Bildlich können Sie sich den Buchstaben T vorstellen, wobei A und B die Kopfenden sind und der Fuß des T der Ball.
  3. Anwendungsübung 2: Angelobbt – 10 min.
    • A und B spielen im Kleinfeld auf einer Hälfte. Irgendwann spielt A einen Lob auf die freie Seite an die Grundlinie, B erläuft diesen und beide spielen einen Punkt auf das gesamte Einzelfeld aus.
  4. Anwendungsübung 3: Laufendenkenmatchen – 15 min.
    • A und B stehen sich im Kleinfeld gegenüber. T steht hinter A und wirft einen Ball von hinten zu. Nachdem der Ball von T abgeworfen wurde, dreht sich B auf der anderen Seite um, und liest die von C mit den Fingern hochgehaltene Zahl. Nachdem B die Zahl abgelesen und laut gesagt hat, dreht sich B wieder um und schaut, wo der zwischenzeitlich von A geschlagene Ball ist. Beide spielen dann den Punkt im Kleinfeld aus. A reagiert also auf den von hinten zugeworfenen Ball, B dreht sich nach dem Zuwurf um und orientiert sich zuerst nach der Hand des C, dreht sich dann wieder und schaut, wo A den erlaufenen Ball hinspielt und spielt dann einen Punkt aus.
  5. Isolationsübung 1: Paarjonglageform – 5 min.
    • A und B stehen Schulter an Schulter und blicken in die gleiche Richtung. Sie sind sozusagen eine Person. Nun jonglieren sie eine Kaskade, wobei A seine rechte Hand nutzt und B dessen linke.
    • Variation: A und B stehen sich gegenüber und jonglieren jeweils eine Kaskade und jeden dritten Ball werfen Sie zum Mitspieler. Beim Jonglieren wird dies als “passen” bezeichnet.
  6. Gruppenübung 1: Völkerball – 10 min.
    • Der hintere Feldteil eines Doppelfeldes wird mit einer Mittellinie getrennt, A und B stehen sich gegenüber und wollen sich abwerfen. Im Doppelkorridor stehen C und D, welche die jeweilige Funktion des „Geistes“ einnehmen.
  7. Gruppenübung 2: Ballregen – 5 min.
    • A und B sind auf einer Seite, C und D auf der anderen. Auf jeder Seite liegen je 15 Bälle. Die Teams versuchen in einer begrenzten Zeit soviele Bälle wie möglich auf die andere Seite zu werfen.
  8. Anregung für zu Hause – 5 min,
    • Erstellen einer Liste mit Spielsituation, bei welchen besonders die Reaktions- und Orientierungsfähigkeit im Tennis gefragt sind.

andere Übungen

Orientierungsfähigkeit

  • Zweiballfänger
    • A rollt oder wirft zeitgleich oder versetzt dem B zwei Bälle zu. B fasst diese.
    • Variation 1: A rollt die Bälle zeitversetzt.
    • Variation 2: A wirft die Bälle und B fängt diese nach eimal springen.
    • Variation 3: A wirft die Bälle und B fängt diese ohne Aufsprung.
    • Variation 4: A und B spielen sich den Tennisball hin und her und mit der anderen Hand wird gleichzeitig fortlaufend ein Ball hin und her geworfen
  • Zusatzaufgabenspiel
    • A und B werfen sich einen Ball fortlaufend zu. A muss sich nach jedem Wurf umdrehen und eine Zusatzaufgabe lösen, wie beispielsweise in die Hocke gehen.
    • Variation: A und B spielen sich den Ball von Grundlinie zu Grundlinie zu und lösen eine Zusatzaufgabe, wichtig ist hierbei, dass sich der Spieler jedesmal am Partner, am Raum und am Ball orientieren muss.

Reaktionsfähigkeit

  • Alarmsprint
    • A sprintet nach einem Signal eine kurze Strecke
    • Variation: A startet in einer ungewöhnlich Ausgangslage, beispielsweise liegt ee oder kniet er.
    • Variation: T variiert die Signalart
  • Abwurfalarm
    • A steht 5 Meter vor B und versucht diesen mit einem Softball abzuwerfen. B darf in einem bestimmten Bereich ausweichen.
    • Variation: A darf Wurffinten einsetzen
  • Ballregentorwart
    • A steht mit zwei Tennisschlägern vor einem Tor. B, C und D rollen Bälle auf dieses Tor, wobei A versucht möglichst wenig Tore zuzulassen.
  • Ausdemnichtsbälle
    • A und B spielen sich im Kleinfeld den Ball zu, wobei das Netz verhängt wird und somit undurchsichtig.
  • Balltropfer
    • A steht vor B und streckt seine Arme aus, welche etwas mehr als schulterbreit auseinander sind und lässt irgendwann einen der beiden Bälle fallen. B versucht diesen Ball vor dem ersten Aufsprung zu fangen.
    • Variation: der Ball darf einmal springen und B muss sich umdrehen und darf erst beim Hören des Aufsprungs reagieren
  • Überkopftennis
    • A und B laufen hintereinander, beide haben einen Hut als Fanggerät. A läuft hinter B und wirft irgendwann den Ball über den Kopf des B, welcher den Ball fängt, aus dem Hut nimmt und zurückwirft.
    • Variation: A und B haben einen Tennisschläger in der Hand und spielen den Ball hin und her.
    • Variation: Nachdem A den Ball über den Kopf des B gespielt hat, muss er B überholen und bekommt den Ball dann von B über seinen Kopf zugespielt.
  • Blitzservice
    • A steht an der Kleinfeldlinie, B auf der anderen Seite zwei Meter vor der Grundlinie. A schlägt auf und B muss schnell reagieren, damit er den Aufschlag auf Grund der kurzen Distanz erwischen kann. Es kann schnell serviert werden, es geht um die Reaktionsfähigkeit!
  • Volleyblitzduell
    • A und B spielen gegeneinander auf einer Spielfeldhälfte. Beide starten einen Meter vor der Kleinfeldlinie und Lobs sind verboten.
    • Variation: A und B stehen am Netz und der Ball tropft als Beginn von der Netzkante

Training der Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit (1/2)

Dieser Beitrag beschreibt den möglichen Ablauf, der dritten Stunde des Trainingsmoduls “Koordination”.

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Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit (1/2)

Vorarbeiten

  • Nachfrage zu Dotztricks, Kaskade, Seilspringen

Inhalt

  1. Theoretische Einführung “Reaktions- und Orientierungsfähigkeit” – 5 min.
  2. Gruppenübung 1: Fußball – 10 min.
    • Zwei Mannschaften spielen auf einem kleinen Spielfeld gegeneinander
    • Variation: ein Spieler oder der Trainer gehört immer zu der sich im Ballbesitz befindenden Mannschaft, dies führt zu einer ständigen Überzahlsituation und der Notwendigkeit sich zu orientieren, wo sich der neue Mitspieler aufhält.
  3. Einspielen – 5 min.
    • Auf das bewusste Ausatmen beim Schlag achten und darauf hinweisen
  4. Anwendungsübung 1: Ein-Schläger-Doppel – 10 min.
    • A und B spielen im Kleinfeld gegen C und D. Beide Teams müssen wie im Tischtennisdoppel abwechselnd schlagen und haben nur einen Schläger je Team, welchen sie nach einem Schlag ihrem Partner übergeben müssen. Der Spieler läuft seinem Partner hinterher und muss sich am Gegner orientieren und schnell den Schläger greifen.
  5. Anwendungsübung 2: Drehrechner – 10 min.
    • A spielt mit B im Kleinfeld. Nach jedem Schlag muss sich A umdrehen und die Anzahl der von T hochgehaltenen Finger je Hand addieren.
    • Variation: auf der anderen Seite macht B das gleiche wie A und C zeigt ihm Zahlen an.
    • Variation: derjenige der die Zahl anzeigt, wechselt seine Position und somit muss der Spieler erst schauen, wo die für ihn wichtigen Zahlen sind. Der Zeiger könnte beispielsweise in die Hocke gehen oder ein, zwei Schritte zur Seite und seinen Arm ausstrecken.
  6. Anwendungsübung 3: Gastgegner – 10 min.
    • A und B spielen in einer Kleinfeldhälfte den Ball hin und her. C steht neben A in der anderen Kleinfeldhälfte in Startposition. T steht nahe am Netz auf der Seite von B und lässt den Ball irgendwann auf die Seite des C tropfen. C erläuft den Ball und spielt gegen B einen Punkt aus.
  7. Anwendungsübung 4: Maschinenpistole – 5 min.
    • T spielt sehr schnell aus kurzer Distanz 6 Bälle auf A, der nahe am Netz steht und reagiert. Die Bälle sollten so gespielt sein, dass der Spieler nicht alle erwischt.
  8. Anregungen – 5 min.
    • Jonglage mit 2 Bällen und einem plötzlich eingeworfenem dritten Ball
    • Paarjonglage gegenüberstehend mit 6 Bällen
    • Paarjonglage nebeneinanderstehend mit 3 Bällen
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