Tipps zum Abnehmen mit dem Schweinehund

Sie können soviel wissen wie Sie wollen, abnehmen werden Sie nur durch Handeln. Meist bedeutet Handeln sein Verhalten zu ändern – das ist schwierig, das geht langsam und Rückfälle sind Teil dieses Prozesses. Ein bekannter Freund, wenn es ums handeln geht ist der innere Schweinehund.

Schweinehund

Der Schweinehund ist der, der Sie an den PC oder den Fernseher fesselt, aber eigentlich eine Sporteinheit, der Einkauf, oder das Schreiben des Protokolls auf dem Programm steht – Sie wissen wovon ich spreche?! Das Buch “Abnehmen mit dem inneren Schweinehund” endet mit elf Tipps, wie man trotz Schweinehund oder eher mit seinem Schweinehund erfolgreich abnimmt.

Elf Tipps

  • Fassen Sie einen konkreten Entschluss und schenken Sie sich den Konjunktiv.
  • Vermeiden Sie Herkulesaufgaben und setzen Sie erst leicht erreichbare Ziele – nachdem Sie diese erreicht haben, können Sie immer noch schnell steigern.
  • Akzeptieren Sie ihren Schweinehund, er ist notwendiger Teil ihrer Persönlichkeit. Die Energie, um diesen zu bekämpfen, können Sie gleich positiv nutzen.
  • Erforschen Sie ihr Protokoll und finden Sie heraus, was der Schweinehund Ihnen sagen will. So kommen Sie vom “Wann” zum “Warum” und finden eine Lösung.
  • Unterscheiden Sie körperlichen und seelischen Hunger – sichten Sie ihr Protokoll auf “Essen aus Frust-Mahlzeiten”.
  • Entwickeln Sie Alternativen zu Ihren mit Nachteilen verbundenen Verhaltensweisen und listen Sie diese auf.
  • Finden Sie einen Rhythmus und setzen Sie Sporttermine oder feste Essenszeiten – neue Verhaltensweisen lassen sich so leichter beibehalten.
  • Bleiben Sie dran und bevor Sie alles hinschmeißen, schlafen Sie eine Nacht drüber
  • Gönnen Sie sich Freiräume und vergessen sie rigide Vorsätze.
  • Trainieren Sie ihren Schweinehund, indem Sie sich Aufgaben stellen, welche mit kleinen Herausforderungen verbunden sind. Je besser Sie und ihr Schweinehund im Team sind, desto seltener wird er Sie abhalten.
  • Genießen Sie ihr Leben und sehen Sie ihr Gewichtsreduktionsprogramm nicht als Leidensweg, denn Sie leben jetzt und auch der Weg zum Ziel kann angenehmer sein, als ihr derzeitiges Dasein.

Weiterführende Links:

* Amazon-Seite zum Buch “Abnehmen mit dem inneren Schweinehund

* Fitfuttern-Beitrag zu rigiden und flexiblen Vorsätzen “Diätplan oder einfach weniger essen

Wenn nur das Protokoll nicht wär…

Zu Beginn einer Beratung steht die Feststellung des Ist-Zustandes, dann werden Ziele besprochen, dann wird gearbeitet, beobachtet und meist auch protokolliert. Das Protokoll ist für den Klienten auf den ersten Blick nerviger Mehraufwand. Die Berater sehen im Protokoll jedoch oft den Schlüssel zum Erfolg und ich zeige Ihnen in diesem Beitrag einige Protokollarten und im Beitrag “Systemisch arbeiten mit Kalender und Handy” wie Ihnen das Protokollieren leicht von der Hand geht.

Protokollarten

Das “Fitprot” ist Bestandteil meiner Eigenkreation “Fitlog”, eines Fitness- und Ernährungstagebuchs in dem der Berater Einblick nimmt und mitschreibt – alles webbasiert – das GoogleOffice machts möglich. Der Klient notiert jeden Tag seine Beobachtungsfelder, den Skalenwert und eine kurze Bemerkung. Ernährung, Sport und Work-Life-Balance waren bislang bei allen Klienten dabei. Die Werte der Skala werden vorher abgesprochen und in alltagstaugliche Sätze gegossen. Weitere Beobachtungsfelder können je nach Bedarf hinzugefügt werden.
+ wenig Aufwand beim Führen;
+ nahe am Klienten, da dieser die Skala mit ausarbeitet
- viel Aufwand beim Erstellen
- sehr subjektiv
- Onlineoffice braucht etwas Einarbeitungszeit

Fitprot

(Screenshot des Fitprots)

Onlinegestützt sehe ich aber doch die Zukunft, wenn sich Handys und das Internet besser koppeln lassen, bzw. wenn mehr Menschen dies tun. Beim Fitfuttern-Partner FDDB kann man beispielsweise die verzehrten Produkte direkt auf seinen eigenen Merkzettel jagen, so archivieren und erhält seine Tagesbilanz.

Das Freiburger Ernährungsprotokoll wird oft eingesetzt. Auf zwei DinA4 Seiten werden allerhand Lebensmittel gelistet und man macht über einen gewissen Zeitraum seine Striche.
+ guter Eindruck über Ernährung des Klienten
+ wenig Aufwand zu führen und zu erstellen
- nur Ernährung wird berücksichtigt

Das DGE-Konzept “Ich nehme ab”, welches ich empfehlen kann, setzt unter anderem auf ein Ernährungs- und Bewegungsprotokoll. Sie schreiben auf, “Wann”, “Wo” und “Was” Sie essen und “Wann”, “Wo” und “Wie lange” Sie sich bewegen. Zusätzlich gibt es eine Spalte für ihre gezogenen Schlüsse.
Das Programm kann mit und ohne Berater, allein oder in der Gruppe durchgeführt werden und bindet die Protokolle recht effizient ein: bei den 12 Programmschritten spielen die Protokolle sowohl als Doku, als auch als spätere Arbeitsgrundlage, beispielsweise auf der Jagd nach Fallstricken bei der Speisenzubereitung, eine wichtige Rolle. Das Programm ist ein Loseblattordner und kostet rund 35 Euro (Stand: 29.10.2007). Die Protokolle von “Ich nehme ab” sind im DinA4 Format.
+ Mensch wird systemisch gesehen
+ Einfach zu handhaben
- viel zu schreiben
- große Zettel

Egal, welches Protokoll Sie wählen, wichtig ist vor allem, dass Sie daraus Schlüsse ziehen können, dass es ihrem Berater wichtige Daten liefert, und dieser Sie so zielgenau unterstützen kann. Der Kackpunkt ist meist, dass Sie das Protokoll führen und auch führen wollen. Es darf also nur einen minimalen Mehraufwand für ihren Alltag bedeuten, die notwendigen Daten einzutragen.

Zum Beispiel ist mein Notizzettel Bestandteil meines Kalenders oder ich nutze für zwischendurch die Sprachaufzeichnung meines Handys. Wie man aus Handy und Kalender ein minimales System zwirbelt, erfahren Sie im Folgebeitrag “Systemisch arbeiten mit Kalender und Handy“.

Weiterführende Links:

* Fitfuttern-Beitrag zum neuen FDDB-Merkzettel
* DGE-Konzept “Ich nehme ab”
* Freiburger Ernährungsprotokoll

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